Noch immer keine Antwort auf das Angebot zur Beilegung des Atomstreits: Iran pocht auf seine "nuklearen Rechte", Außenminister Steinmeier fordert ein "Ende der Tändeleien".
Im Streit um sein Atomprogramm bleibt Iran am Ende einer von der internationalen Gemeinschaft gesetzten Erklärungsfrist hart. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bekräftigte am Samstag, sein Land werde "kein Jota" von seinen "nuklearen Rechten" abweichen.
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Irans Präsident Ahmadinedschad pocht auf die "nuklearen Rechte" seines Landes. Der deutsche Außenminister Steinmeier fordert ein "Ende der Tändeleien". (© Foto: Reuters)
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Steinmeier fordert Ende der "Tändeleien"
Eine offizielle Antwort auf ein neues Angebot zur Beilegung des Atomstreits, die die fünf Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland am 19. Juli innerhalb von "etwa 14 Tagen" von Teheran verlangt hatten, lag am Sonntag noch nicht vor. EU-Diplomaten erhofften eine "klare Antwort" am Montag.
Bundesaußenminister Frank- Walter Steinmeier forderte Iran zu einem raschen Ende der "Tändeleien" auf. Teheran solle nicht länger auf Zeit spielen, sondern schnell eine "verwertbare Antwort" geben, sagte Steinmeier dem Spiegel.
Andernfalls drohe eine weitere Verschärfung der Sanktionen. "Niemand wünscht sich, dass dieser Weg weitergeht; aber der Schlüssel dafür liegt in Teheran."
EU bereitet schärfere Sanktionen vor
Die Europäische Union bereitet eine erneute Verschärfung ihrer Sanktion gegen Iran vor, falls es nicht zu Verhandlungen kommt. Bei der Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 1803 vom 3. März geht es nach Angaben von EU-Diplomaten vor allem um ein Verbot von Exportgarantien für Geschäfte, die zur Weiterverbreitung von Atomtechnologie führen könnten, sowie noch striktere Finanzkontrollen.
"An welchen Verhandlungen wir auch immer teilnehmen und um welche Fragen es dabei auch immer gehen wird: Unser Hauptziel ist die Bestätigung unserer nuklearen Rechte", sagte Ahmadinedschad offiziellen Angaben zufolge bei einem Treffen mit seinem syrischen Kollegen Baschar al-Assad in Teheran. "Die iranische Nation wird in dieser Frage kein Jota ihrer Rechte aufgeben."
"Kein zweiter Holocaust"
Der stellvertretende israelische Regierungschef Schaul Mofas warnte, Iran stehe vor einem "wichtigen Durchbruch" bei seinem Atomprogramm. Teheran im Besitz einer Atomwaffe sei für Israel eine "existenzielle" und "nicht akzeptable" Bedrohung, bekräftigte er am Freitag (Ortszeit) im Institut für Nahostpolitik in Washington.
"Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden, (...) aber wir werden keinen zweiten Holocaust zulassen", sagte der Ex-Generalstabschef.
Kein Ultimatum, aber eine schnelle Antwort
Am 19. Juli hatte EU-Chefdiplomat Javier Solana gemeinsam mit Vertretern der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschlands in Genf den iranischen Chefunterhändler Said Dschalili zu einer Antwort auf das Verhandlungsangebot der internationalen Gemeinschaft aufgefordert.
"Wir haben noch keine eindeutige Antwort erhalten", sagte Solana unmittelbar nach den Gesprächen. "Wir erwarten jetzt eine klare Antwort und wir möchten sie in etwa zwei Wochen haben."
EU-Diplomaten sagten in Brüssel, es handele sich nicht um ein Ultimatum, das am Samstag abgelaufen sei: Wichtig sei jedoch eine rasche und konkrete Antwort. Die EU hoffe, dass dies am Montag oder jedenfalls zu Beginn dieser Woche geschehe.
Primor spricht vom Einsatz militärischer Mittel
An den Gesprächen in Genf hatte auch der US-Außenstaatssekretär William Burns teilgenommen und damit signalisiert, dass auch Washington zu direkten Gesprächen mit Teheran bereit ist. Die Teilnahme Burns' war von Ahmadinedschad als "positives Zeichen" gewertet worden.
Das Angebot der internationalen Gemeinschaft sieht einen Verzicht auf weitere Sanktionsberatungen im UN-Sicherheitsrat und eine weitreichende wirtschaftliche Zusammenarbeit auch bei der zivilen Nutzung von Atomenergie vor. Im Gegenzug soll der Iran zu einem Verzicht auf die Urananreicherung bereit sein. Dies soll die Grundlage für detaillierte Verhandlungen über die künftigen Beziehungen sein. Der Westen verdächtigt den Iran, Atomwaffen zu entwickeln. Teheran bestreitet dies.
Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, verlangte von der internationalen Gemeinschaft, die angekündigten Sanktionen gegen Teheran durchzusetzen. Notfalls dürfe man auch nicht vor dem Einsatz militärischer Mittel zurückschrecken, weil der Iran sich nach wie vor weigere, im Atomstreit nachzugeben, sagte Primor am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
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(sueddeutsche.de/dpa/jkr)
Stockender Kita-Ausbau
Jews against Zionism lehnen den Staat aus religiösen Gründen, weil für sie erst bei Ankunft des Messiahs der Staat Israel wieder errichtet werden darf. Sie und andere Gruppen, wie Netura Kartei, sind winzige Gruppen, die aber immer wieder gerne von Antizionisten rangezogen werden, um sich vor dem Vorwurf des Antisemitismus zu schützen. Solche Gruppierungen gibt's in jeder Religion. Natürlich muss dann um die Ideologie aufrechtzuerhalten der Feind Israels deren Freund sein. Solche Personen als Argument ranzuziehen ist etwas schwach.
Nochmal, die iranische Nachrichtenagentur hat den Satz "wipe Israel off the map" verbreitet, nicht die fiesen Zionisten oder US-Imperialisten. Wie erklärt das einer der Ahmedinischad-Verteidiger hier? Die Perser sind einfach nur zu dumm um richtig zu übersetzen?! Letzteres bezweifel ich stark......
Zitat GromII: "Erschreckend ist das sich hier viele finden welche einem Krieg gegen den Iran zustimmen, obwohl dieser auf ähnlichen lügen und märchen wie der im Irak und Afghanistan aufgebaut werden"
Das gibt ja nicht die Meinung im Volk wieder. Die Ablehnung bei den Deutschen bezüglich eines Iran-Krieges dürfte sich auf ähnlich hohem Niveau wie beim Irak-Krieg bewegen. Ich sehe auch nicht, daß sich das durch irgendwelche noch so ausufernden PR-Aktivitäten im Fernsehen, in Zeitungen oder auf Internetseiten ändern könnte, in denen man wieder mal Israel als potentielles Opfer präsentiert und auf Massenvernichtungswaffen verweist - die Masche ist ausgelutscht und hat sich schon in Bezug auf den Irakkrieg 2003 als herbeiphantasiert entpuppt.
Man kann den Leuten ja viel erzählen, aber irgendwo sitzt dann doch noch der gesunde Menschenverstand, der das ganze Gemache als billige Show einzuordnen vermag.
http://de.youtube.com/watch?v=5npz-nUn1Bc
hab auf die schnelle was gefunden für sie.
hat zwar nicht wirklich etwas mit dem oben genannten thema zu tun, aber da wird zum ende des "fox-interviews" auf die anschuldigungen mit der vernichtung blabla angesprochen.
bei interesse ich kann ihnen einige duzent videos, original texte etc schicken.
nicht alles gleich glauben :). nachfragen, suchen, finden.
mfg
@GromII: Sie schreiben, dass es keine Aussage Seitens des Irans gibt Israel zu vernichten. Schauen Sie bitte mal auf der vorletzten Seite der Kommentare auf die Seite der Nachrichtenagentur des Irans, dort steht leider selbiges.
Faszinierend find ich auch Israel den Golfkrieg in die Schuhe zu schieben, da sowohl laut israelischen, wie auch amerikanischen Politikern, Israel vor einer Invasion im Irak gewarnt hat. Das Mullah-Regime im Iran hat Israel wiederholt gedroht und aktiv Terrorgruppen unterstützt und das noch bevor Ahmedinischad an der Macht war. Die "Drohungen" Israels fingen erst viel später an. Nochmal zu Erinnerung, es war Israel, dass den Iran im ersten Golfkrieg gegen den Irak unterstützt hat, aber das passt wohl alles nicht in das Weltbild einiger Kommentatoren hier.
Dann lesen sie sich mal die Drohgebärden vor dem ersten Golfkrieg beider Seiten durch.
Paging