Irans Parlament hat 18 von Ahmadinedschads 21 Wunschkandidaten bestätigt - darunter einen Terrorverdächtigen. Von den drei nominierten Frauen wurden zwei abgelehnt.
Das iranische Parlament hat am Donnerstag fast alle Ministerkandidaten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bestätigt, darunter auch den international umstrittenen Anwärter für das Amt des Verteidigungsministers.
Marsieh Wahid Dastdscherdi (Mitte) ist nun Ministerin in Iran, Fatemeh Adschorlu (rechts) und Susan Keschawars (links) fielen dagegen im Parlament durch. (© Foto: AFP)
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Ahmad Wahidi wird von Argentinien vorgeworfen, 1994 an der Planung eines Anschlags gegen eine jüdische Einrichtung in Buenos Aires beteiligt gewesen zu sein. Dabei waren 85 Menschen ums Leben gekommen.
Zugleich bestätigte das Parlament die Ernennung der ersten Ministerin der Islamischen Republik: Marsieh Wahid Dastdscherdi soll künftig das Gesundheitsministerium leiten.
Dagegen fielen zwei anderen weibliche Kandidaten im Parlament durch: Susan Keschawars für das Bildungsministerium und Fatemeh Adschorlu für Sozialministerium erhielten in der 290 Sitze umfassenden Versammlung keine Mehrheit.
Insgesamt wurden damit 18 Minister angenommen und drei Anwärter für das Kabinett abgelehnt. Bei dem Amtsantritt von Ahmadinedschad 2005 hatte das Parlament noch vier Kandidaten abgelehnt.
Ahmadinedschad hat nun drei Monate Zeit, um alternative Kandidaten vorzuschlagen. Das neue Kabinett wird seine Arbeit aber bereits am Sonntag aufnehmen, wie Staatsmedien berichteten.
Ahmadinedschad hatte vor der Abstimmung an die Abgeordneten appelliert, alle der von ihm vorgeschlagenen Minister im Amt zu bestätigen. "Stimmt einmütig ab für alle 21 Minister und macht damit nicht nur den obersten Führer (Ajatollah Ali Chamenei) glücklich, sondern auch unsere Feinde unglücklich", sagte er.
Der iranische Präsident wird Ende September nach Angaben eines engen Vertrauten zur UN-Vollversammlung nach New York reisen. Dies sei eine gute Gelegenheit für ihn, an einem internationalen Treffen teilzunehmen, sagte sein Stabschef Esfandiar Rahim Maschaie. Ahmadinedschad werde in New York die Standpunkte des Iran zu internationale Fragen vortragen.
Im Streit um das iranische Atomprogramm gab sich Ahmadinedschad am Donnerstag angesichts der Möglichkeit neuer Sanktionen gegen sein Land unbeeindruckt. Sanktionen seien willkommen, sagte Ahmadinedschad ironisch vor Journalisten in Teheran. Sein Land habe Vorschläge für neue Gespräche über das Atomprogramm erarbeitet.
Am Mittwoch hatten die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland bei Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen im Atomstreit beraten und dabei ihre Forderung an Teheran bekräftigt, direkt über das umstrittene Nuklearprogramm zu verhandeln.
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(AFP/dpa/af/odg)
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