Gewalt ist nach Angaben der WHO die häufigste Todesursache bei irakischen Männern.
Im Irak sind in den drei Jahren nach der US-Invasion im März 2003 etwa 151.000 Zivilisten getötet worden. Das geht aus einer Befragung irakischer Haushalte hervor, die die UN-Gesundheitsorganisation WHO und das irakische Gesundheitsministerium organisiert haben.
Eine Witwe trauert am Sarg ihres Mannes im Irak (© Foto: AP)
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Das Ergebnis weicht zwar deutlich von Vorgängerstudien ab, wird aber von den meisten Experten als bedeutsam eingeschätzt, da die WHO-Untersuchung die bislang umfangreichste zu dem Thema war, und von der irakischen Regierung anerkannt wird.
Für die Studie hatten Mitarbeiter des irakischen Gesundheitsministeriums zwischen August und November 2006 etwa 10.000 zufällig ausgewählte Haushalte in den 18 irakischen Provinzen befragt. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass Gewalt die häufigste Todesursache bei Männern zwischen 15 und 59 Jahren ist.
Die Zahl ziviler Opfer habe von März 2003 bis Juni 2006 zwischen 104.000 und 223.000 gelegen. Die große Fehlermarge erklären die Forscher damit, dass sie aus Sicherheitsgründen in den Provinzen Anbar und Bagdad viele Haushalte nicht besuchen konnten. Zudem seien seit Kriegsbeginn etwa zwei Millionen Menschen aus dem Irak geflohen.
Die Forscher vermuten, dass die Zahl der Gewaltopfer in umkämpften Gebieten und in Flüchtlingsfamilien besonders hoch ist. "Diese Faktoren haben wir in die Analyse einberechnet", sagte Iraks Gesundheitsminister Salih Mahdi Motlab al-Hasanawi.
Widersprüchliche Studien
Die bisher meistbeachteten Studien zu Gewaltopfern im Irak stammen von der britischen Organisation Iraq Body Count (IBC) und der amerikanischen Johns Hopkins Universität. Die IBC errechnet ihre Zahlen aus Medienberichten, erkennt aber an, dass sie so nicht alle Opfer erfassen kann. Für die drei Jahre nach der US-Invasion hat sie 48.000 Gewaltopfer gezählt.
Die Universitäts-Studie beruht auch auf Haushaltsbefragungen und beziffert die Todeszahl für den Zeitraum mit 600.000. Allerdings befragten die US-Forscher fünfmal weniger Haushalte in einem deutlich kleineren Gebiet.
Auch bei der historischen Entwicklung vermitteln die drei Studien ein uneinheitliches Bild. Die Untersuchung der Johns Hopkins Universität stellt eine Verschlechterung fest. Demnach sind die Todesfälle pro Tag von 231 im Jahr 2003 auf 925 im Jahr 2006 gestiegen. Im Gegensatz dazu verzeichnen die IBC und die WHO kaum eine Veränderung.
Gilbert Burnham, Leiter der Johns-Hopkins-Studie, vermutet hinter den abweichenden Ergebnissen eine Befangenheit der Befragten. "Wenn Ihr Sohn in einem Angriff gegen die Regierungsarmee umgekommen ist, werden Sie das einem Regierungsvertreter nicht unbedingt erzählen", sagte er der Süddeutschen Zeitung. Dennoch sei es ein Fortschritt, dass Bagdad jetzt die höheren Zahlen veröffentliche. Bisher seien die niedrigeren IBC-Zahlen verwendet worden.
Die US-Luftwaffe flog am Donnerstag einen Angriff auf mutmaßliche Al-Qaida-Stellungen bei Bagdad. Dabei seien in zehn Minuten etwa 40 Tonnen Bomben abgeworfen worden, teilte die US-Armee mit.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 11.01.2008/beu)
ICE-Strecke
20.02.2006 Wissenschaftler glauben, einen steilen Anstieg der Uran-Konzentration in der Luft in britischen Messstellen auf die Bombardierungswelle mit DU-Munition Ende März 2003 zurückführen zu können
heise.de/tp/r4/artikel/22/22081/1.html
15.11.2006 Arthur Bernklau, Vorsitzender der Vereinigung Veteranen für verfassungsmäßiges Recht in New York hat erklärt, die Anzahl von toten US-Soldaten durch depleted Uranium habe die Marke von 11.000 überschritten. Das abgereicherte Uran ist als Ursache des Golf-Krieg-Syndroms bekannt, an dem nach seinen Angaben im Moment 325.000 der 580.000 Soldaten leiden, die im ersten Golfkrieg 1991 eingesetzt waren.Die Zahl bezieht sich auf Veteranen, die dauernd arbeitsunfähig sind.
oraclesyndicate.twoday.net/stories/2936611/
@ Jan 45
ich lass Sie mal tun... Ihre Rede überführt Sie selbst.
AN mona_7
Massenvernichtungswaffen sind Atombomben, Giftgas, möglicherweise Napalm, möglicherweise auch Flächenbombardements.
Uranangereicherte Munition ist keine Massenvernichtungswaffe, und bei der Kriegsführung nicht verboten. Daher ist Ihre Kritik nicht berechtigt. Der Einsatz von modernen Waffen hat die Anzahl der Kriegsopfer relativ gering gehalten (bei der Invasion im März 2003 waren es ca. 2000 irakische Soldaten, ca. 2000 irakische Zivilisten und ca. 100 Tote Soldaten der Allierten (USA, PL, GB, AUS).
Falls Sie für Deutschland sprechen, dann hat Deutschland vor 5 oder vor 15 Jahren, oder auch vor 25 Jahren keine Lösung für das Problem Saddam Hussein angeboten und gegen Saddam auch nichts getan. Reden kann man viel, tun muss man was.
Bei dem aktuellen Besuch in Yad Vashem sagte Bush: wir hätten damals Ausschwitz bombardieren sollen um den damaligen Massenmord zu unterbinden.
@ Jan45
die Schweiz ist bekannt als das Depot von kriminellen und durch Regierungskorruption im grossen Stile den Völkern dieser Welt abgepresste und veruntreute Gelder - die USA übrigens auch - Stichwort: Riggs Bank und Pinochet.
Nur: Was hat das mit der atomaren Verseuchung des Irak durch die USA zu tun?
AN mona_7
Wenn Sie schweizerische Quellen nennen, dann hätte ich erfahren wie viel Mrd.$ Saddam Hussein in der Schweiz deponiert hatte (waren es 3 Mrd.$ ?). Die Ehefrau von Saddam hatte vor 2 Jahren mitgeteilt, dass sie 100 Mio $ für die Terroristen ausgegeben hatte, mit den tausenden zivilen Opfern.
Kamen diese 100 Mio aus der Schweiz ?
Paging