Sprengsätze in Mülleimern, auf einem belebten Platz und im Auto des Vize-Ölministers: Eine Anschlagsserie hat zahlreiche Menschen in den Tod gerissen.
Bei einer Serie von Explosionen sind im Irak mehrere Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.
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Rauchwolken steigen auf, nachdem im irakischen Bakuba eine Autobombe explodierte. (© Foto: AFP)
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Der stellvertretende irakische Ölminister wurde in Bagdad bei einem der Sprengstoffattentate schwer verletzt. Ein Polizeisprecher sagte, im Auto von Sahib Salman Kutb sei am Morgen ein Sprengsatz detoniert, als er von seinem Haus zum Ministerium fahren wollte. Außer ihm sei auch einer seiner Leibwächter verletzt worden, hieß es.
Der blutigste Anschlag wurde am Morgen in Bagdad verübt. Dort rissen zwei Bomben am Taharijat-Platz nach Angaben der Behörden sieben Menschen in den Tod. 25 wurden verletzt, unter ihnen mehrere Polizisten. Die Detonation richtete in zahlreichen Läden große Schäden an. Der Platz liegt im überwiegend von Schiiten bewohnten östlichen Teil der Innenstadt. Einer der Sprengsätze war in einem Mülleimer verborgen.
Bei einer Explosion in Bakuba nordöstlich von Bagdad wurden ein zehnjähriges Mädchen und zwei Polizisten getötet. Die Bombe detonierte vor dem Sitz des Provinzrats, wo eine Konferenz über Journalismus und Redefreiheit stattfand.
Augenzeugen berichteten, in Ost-Bagdad sei ebenfalls eine Bombe explodiert, die in einem Auto versteckt worden war. Der Fahrer des Wagens starb nach Angaben zufolge. In dem gleichen Viertel an der Palästina-Straße entdeckten US-Soldaten und irakische Polizisten am Montag außerdem ein Auto mit einer Bombe darin.
In der Provinz Dijala nordöstlich von Bagdad töteten mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen drei Frauen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak stürmten sie das Haus der Familie in der Ortschaft Al-Saadija.
Das Parlament in Bagdad billigte unterdessen ein Gesetz, das in den Regionalräten Sitze für Christen und anderen Minderheiten festschreibt. Der Entwurf, der die Zustimmung der Abgeordneten fand, sieht allerdings anders als zwei Gegenvorschläge nur jeweils einen Sitz für Christen in Bagdad und Ninive vor. Das Gesetz gilt als Voraussetzung für die geplanten Provinzwahlen im Januar.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/jkr/gba)
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