Wieder wird einem US-Soldaten ein schlimmes Verbrechen zur Last gelegt: Steven D. Green soll eine 15-jährige Irakerin erst vergewaltigt und anschließend sie und ihre Familie erschossen haben.

Bereits bevor die Vorwürfe bekannt wurden, war Green aus der Armee entlassen worden - ehrenhaft allerdings, wegen einer "Persönlichkeitsstörung".

Steven Green, AP

Der Angeklagte 21-jährige Steven Green, ehrenhaft aus der Armee entlassen. (© Foto: AP)

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Wie die Washington Post berichtet, sollen er und drei weitere Soldaten die Tat in Mahmudija ausführlich geplant haben: Sie sollen schwarze Tarnkleidung getragen haben, für die Morde soll Green zudem das bei Aufständischen übliche Gewehr AK-47 benutzt haben, um den Verdacht von sich abzulenken.

Die Washington Post zitierte aus Krankenhausakten, das im März in dem Ort südlich von Bagdad vergewaltigte Mädchen sei erst 15 Jahre alt gewesen. Sie hatte sich laut Nachbarn zuvor bei ihrer Mutter mehrmals über Zudringlichkeiten von US-Soldaten an einem Kontrollpunkt beschwert.

Ein Nachbar berichtete der Zeitung, er habe das Todesopfer sowie die ebenfalls ermordeten Eltern und die siebenjährige Schwester in dem Haus gesehen. Demnach lag das Vergewaltigungsopfer in einer Ecke des Zimmers mit hochgeschobenem Kleid und von Feuer versengtem Haar.

Der Fall war Ende Juni ans Licht gekommen. Zwei US-Soldaten meldeten Vorgesetzten Gerüchte, die in ihrer Einheit über den Zwischenfall kursierten.

Das Militär fand nach eigenen Angaben bei einer ersten Untersuchung genügend Anhaltspunkte für die Ermittlungen. Soldat sagten aus, Green und ein anderer Soldat sollen das Mädchen vergewaltigt haben, Green selbst sei für die Morde verantwortlich. Aus Armeekreisen in Bagdad verlautete, in dem Fall werde das Vergewaltigungsopfer in den US-Akten als 20-Jährige geführt.

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(Reuters/dpa)