"Brüderliches Verhältnis": Blackwater-Söldner sollen im Irak und in Afghanistan selbst an heikelsten CIA-Geheimoperationen beteiligt gewesen sein.
Dass die Söldnertruppe von Blackwater im Irak und in Afghanistan nur die Soldaten, Diplomaten und Gebäude schützte, dürfte mittlerweile kaum mehr jemand glauben.
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Blackwater-Hubschrauber im Einsatz in Bagdad. Nach Informationen der New York Times sind die Söldner auch bei CIA-Geheimoperationen dabei gewesen. (© Foto: Getty)
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Das Ausmaß, mit dem sich Blackwater-Leute US-Medienberichten zufolge an den geheimsten der geheimen CIA-Operationen tatkräftig beteiligt haben, löst in der amerikanischen Politik und bei Experten dann doch Bestürzung aus.
Die New York Times berichtet, dass die Söldner der privaten Sicherheitsfirma dem US-Geheimdienst bei den heikelsten Jobs, die es zu vergeben gibt, treu zu Diensten waren : Geheime Razzien und Operationen im Irak und in Afghanistan, zur Verhaftung und Tötung von Aufständischen, mutmaßlichen Al-Qaida-Terroristen. Aktionen also, zu denen sie rein rechtlich überhaupt nicht engagiert werden durften.
Ursprünglich sollten Blackwater-Angestellte bei jenen heiklen Missionen lediglich für die Sicherheit der CIA-Agenten sorgen. Doch ein ehemaliger Blackwater-Angestellter, der anonym bleiben will, sagte der Times, die Söldner seien sehr darauf erpicht gewesen, auch aktiv ins Geschehen solcher Operationen einzugreifen.
"Brüderliches Verhältnis"
Nach Aussagen ehemaliger CIA-Mitarbeiter wurden die gemeinsamen Operationen so zur Routine, dass die Grenzen verschwammen, wer was zu tun hatte und wer was tun durfte. Ein früherer CIA-Mann in leitender Position sprach sogar von einem "brüderlichen Verhältnis" zwischen CIA und Blackwater. Im Chaos der Missionen wurden die einzelnen Aufgaben nicht mehr trennscharf wahrgenommen. "Es entstand das Gefühl, dass Blackwater letztendlich als eine Nebenstelle oder Abteilung der CIA gesehen wurde."
Das Dementi ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Mark Corallo, Sprecher von Xe, wie Blackwater seit Februar 2009 heißt, wies die Vorwürfe zurück. Es habe nie eine vertragliche Vereinbarung gegeben, dass Söldner der Sicherheitsfirma an den Geheimoperationen im Irak oder in Afghanistan beteiligt werden sollten.
Angesichts der Zeugenaussagen und Beweise, die der Times vorliegen, ein schwaches Dementi. Aus Angst vor Repressalien ihrer ehemaligen Firma blieben die Blackwater-Informanten zwar anonym, versorgten die Zeitung aber mit Fotos, die die Beteiligung von Söldnern an den Geheimoperationen bewiesen.
Für den demokratischen Abgeordneten Rush D. Holt sind die neuen Enthüllungen um die Beteiligung von privaten Firmen an solchen Geheimoperationen ein Skandal, der nur darauf wartet, ans Licht gefördert zu werden. Der Einsatz der privaten Sicherheitsleute sei aus dem Ruder gelaufen.
Peter Warren Singer der Brookings Institution, einer unabhängigen Denkfabrik in Washington D.C., hat mehrere Bücher über die Privatisierung des Krieges geschrieben. Er zeigte sich angesichts der Neuigkeiten resigniert. "Die dem Staat innewohnenden Funktionen werden verhöhnt durch das Outsourcing solcher Operationen. Wir finden immer mehr Einsatzbereiche, die outgesourct wurden, bei denen man mit gesundem Menschenverstand sagen muss, dass man sie nicht privaten Sicherheitsfirmen in die Hände geben sollte. Und doch tun wir es wieder und wieder und wieder."
Bereits im Sommer wurde bekannt, dass die CIA im Jahr 2004 Blackwater damit beauftragt hatte, bei einem Programm zum Aufspüren und Töten von Al-Qaida-Mitgliedern mitzuhelfen. CIA-Chef Leon Panetta ordnete im Juni den Stopp des Programms an.
Damals hatte es geheißen, die Pläne für die Kooperation zum Aufspüren von Terroristen seien niemals in die Tat umgesetzt worden. Die neuen Enthüllungen werden den Geheimdienst weiter in Bedrängnis bringen.
Sinti und Roma als Nachbarn? Bloß nicht, sagen zwei von drei Deutschen. Über Menschen, die im eigenen Land Fremde sind. Seite Drei. Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/gba/woja)
Kabinett beschließt strengere Tierschutzregeln
Noch nie was von Satire gehört, wie?
Kriegführen ohne parlamentarische Kontrolle.
Kriegführen ohne das man für die Toten geradestehen muß (weder für die eigenen noch die der anderen).
Kriegführen ohne Verantwortung for Kollateralschäden.
Ein Traum wird war.
Kriegführen....aber mal ehrlich was tun die UN heute eigentlich anderes. Die meisten Truppen für Fiedensmissionen stellen heute arme Drittweltstaaten. Staaten mit großen Armeen und wenig Geld. Denn diese moderne Form des Soldatenhandel lohnt sich. Die UN zahlen nämlich einen Standardtarif pro Soldat egal woher die Truppen kommen. Und die Soldaten aus Nepal, Burkina Faso, Kenya und Samoa sind so billig, das sich das für die Regierungen dieser Länder echt lohnt. Da die Soldaten dieser Länder natürlich weder die besten Ausbildung, Ausrüstung und Moral haben sind UN-Missionen meisten uneffektiv.
Natürlich sind Söldner teuerer als Soldaten der Kongolesischen Armee aber dafür bestehen Söldnereinheiten nur aus Profis. Sie werden flexibel für die jeweilige Aufgabe zusammengestellt. Und werden nach Ende der Mission wieder entlassen.
Für tote Söldner muß keine Regierung geradestehen. Es gibt keine Versehrten oder psychisch Gestörten, die dem Staat hinterher auf der Tasche liegen. Und benehmen sich die Söldnertruppen mal daneben hat die Regierung von nix gewußt.
In einer Zeit des freien Wettbewerbs ist Outsourcing ungeliebeter Drecksarbeit die eleganteste Lösung. Und nur unflexibele Kleingeister beharren auf so veralteten Dingen wie dem staatlichen Gewaltmonopol.
Manch ein Zeitgenosse - sogar manch ein Politiker - bezeichnet den CIA als terroristische Vereinigung. Das ist nicht so weit her geholt, wie es auf den oberflächlichen Betrachter wirken mag.
So sind z.B. die Iran-Contra-Affaire (Operation Ajax), Gladio, die Falkland-Inseln, die Schweinebucht etc. alles Aktionen, die nicht nur die Einmischung in die innere Politik souveräner Staaten zeigen, sondern - wie beispielsweise im Falle Gladio - auch die Bereitschaft, systematisch Terror gegen Zivilisten zu betreiben, um außenpolitische Ziele zu verfolgen.
Dass nun der CIA bezahlte Mörder - verzeihung "Söldner" - da mit einbezieht, ist nur logisch und folgt konsequent einer lange bestehenden Strategie. Dass es um Auftragsmord ging - egal, was man da zur Rechtfertigung anführt - kann man dem Artikel selbst entnehmen.
Bei Gladio waren es die Mafia und rechtsradikale Gruppierungen und anderswo hat man sich auch nicht - wenn man es vermeiden konnte - selbst die Finger schmutzig gemacht.
Leider werden die USA diesen Geheimdienst nicht wieder los und ihn rein zu waschen wird ebenfalls nicht gelingen. Egal wer dafür das Bauernopfer spielen soll. Das Blut an den Händen werden die nicht wieder los.
Einen Rechtsstaat etablieren zu wollen, wenn man sich selber an sein eigenes Recht nicht hält, also unrechtsstaatlich handelt, klingt etwas unglaubwürdig, wenn man mich fragt, aber mich fragt ja keiner...
Und zwar daran, dass sie für nichts das sie tun jemals Rechenschaft ablegen müssen.
Das optimale Tool für Präsidenten die Krieg führen. So bleibt die Weste sauber, zudem ist diese Taktik alte US Tradition.
Blackwater? Never heard abou it.
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