Eine Selbstmordattentäterin hat im Irak mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen. Sie sprengte sich inmitten einer Ramadan-Feier in die Luft.
Bei dem Attentat in der irakischen Provinz Dijala sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. 30 weitere wurden verletzt.
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Die Frau sprengte sich nach Angaben eines Vertreters der irakischen Armee am Montag bei einem Abendessen zum Fastenbrechen während des muslimischen Fastenmonats Ramadan in die Luft. Die Zahl der von Frauen verübten Selbstmordattentate im Irak nahm 2008 stark zu.
Unterdessen besuchte US-Verteidigungsminister Robert Gates die Hauptstadt Bagdad. Dort starben durch zwei Autobomben mindestens zwölf Menschen, 32 weitere wurden verletzt.
Die Selbstmordattentäterin zündete ihren Sprengstoffgürtel im Haus eines Irakers in der Stadt Baladrus rund 45 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Baakuba. Der Gastgeber war nach Angaben des Armeevertreters erst am Vortag aus dem US-Gefängnis Camp Bucca entlassen worden und wollte seine wiedergewonnene Freiheit feiern.
Unter den Toten seien sowohl der Hausherr als auch zwei Polizeivertreter gewesen. Die nordöstlich von Bagdad gelegene Provinz Dijala zählt zu den gefährlichsten des Irak. Zuletzt hatte sich Ende August ein Selbstmordattentäter vor einer Rekrutierungsstelle der Polizei in Dijala in die Luft gesprengt und 25 Menschen getötet.
Verteidigungsminister Gates war nach Bagdad gereist, um der Verabschiedung von General David Petraeus als Kommandeur des US-Einsatz im Irak beizuwohnen. Petraeus ist zum neuen Chef des US-Zentralkommandos befördert worden. Sein Nachfolger wird General Raymond Odierno an, der bereits bei der Invasion der US-Truppen 2003 im Irak war.
Kurz nach der Ankunft von Gates explodierten im Zentrum Bagdas zwei Autobomben, die mindestens zwölf Menschen in den Tod rissen. Am ersten Tag seines Aufenthalts im Irak traf Gates Ministerpräsident Nuri el Maliki. Die USA verhandeln derzeit mit dem Irak über einen umstrittenen Sicherheitspakt, der die Präsenz von US-Truppen regeln soll.
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(AFP/hai)
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