Das US-Militär hat nach eigenen Angaben 25 Mitglieder einer schiitischen Miliz getötet. Die irakische Seite spricht auch von toten Zivilisten.

Die US-Streitkräfte haben bei Gefechten nahe der irakischen Stadt Bakuba am Freitag nach eigenen Angaben mindestens 25 Mitglieder einer schiitischen Miliz getötet.

Anzeige

Ziel des Einsatzes in der Ortschaft Chalis am frühen Morgen war dem Militär zufolge der Kommandeur der Gruppe, der Verbindungen zur Eliteeinheit Kuds der iranischen Revolutionsgarde haben und für Waffenschmuggel vom Iran nach Bagdad verantwortlich sein soll. Nach irakischen Angaben waren unter den Todesopfern auch Zivilpersonen.

Die Soldaten seien von schwer bewaffneten Männern angegriffen worden, hieß es in der Erklärung der US-Streitkräfte. Bei dem folgenden Feuergefecht seien mindestens 25 Aufständische getötet und zwei Gebäude zerstört worden.

Aus den irakischen Streitkräften verlautete, amerikanische Kampfflugzeuge hätten am Morgen mehrfach Luftangriffe auf Chalis geflogen. Der Gewährsmann sprach von 24 Toten und 28 Verletzten, ihr Zustand sei zum Teil kritisch.

Mehrere Menschen würden noch vermisst. Unter den Getöteten seien auch Zivilpersonen, die den Opfern der ersten Luftangriffe zu Hilfe gekommen seien. Die US-Streitkräfte gaben außerdem den Tod eines weiteren Soldaten bekannt.

Er sei am Donnerstag in Bagdad erschossen worden. Damit sind nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP seit Kriegsbeginn mindestens 3.810 US-Soldaten im Irak ums Leben gekommen.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(AP)