Irak Präsident Jawar wirft Syrien Unterstützung von Rebellen vor

Der irakische Präsident Ghasi el Jawar hat dem Nachbarland Syrien die Unterstützung von Rebellen in seinem Land vorgeworfen. Jordaniens König Abdullah II. äußerte sich ähnlich.

"Ich glaube, dass Aufständische von Syrien aus in den Irak eindringen", sagte Jawar dem US-Sender CNN. Die irakische Regierung gehe davon aus, dass Syrien den Rebellen "Zuflucht bietet und Schutz gewährt".

Er glaube, dass "einige Teile der syrischen Regierung" direkt in die Rebellion im Irak verwickelt seien. Dies treffe vor allem auf die "alte Garde" in Damaskus zu; ob Präsident Baschar el Assad dies gutheiße, könne er aber nicht sagen.

Die verbotene Baath-Partei des entmachteten irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat nach Einschätzung des US-Geheimdienstes größeren Einfluss auf die Aufständischen im Irak als bislang angenommen.

Hochrangige Baath-Kader sammelten Geld in Saudi-Arabien und Europa für die Rebellen und lenkten einige ihrer Aktivitäten von Syrien aus, berichtete die Washington Post unter Berufung auf Mitarbeiter der US-Militärgeheimdienstes.

Eingespeicherte Routen in Navigationssystem

Diese Erkenntnisse seien bei jüngsten Einsätzen der US-Armee im so genannten sunnitischen Dreieck im Irak gewonnen worden. Die Region ist ein Zentrum des Widerstands gegen die US-Präsenz im Irak.

In einem in Falludscha gefundenen satellitengestützten Navigationssystem seien Routen im Westen Syriens eingespeichert gewesen, hieß es in dem Bericht weiter.

Der jordanische König Abdullah II. und äußerte im Interview mit der Washington Post ebenfalls seine Besorgnis über die Rolle Syriens im Irak-Konflikt. "Ausländische Kämpfer, die in Syrien ausgebildet werden, kommen über die syrische Grenze" nach Irak, sagte der Monarch der Zeitung.