Blutiger Tag im Nordirak: Bei zwei Anschlägen sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen, etwa 180 wurden verletzt. Unterdessen berichten die US-Streitkräfte von einer neuen Großoffensive im Süden Bagdads.
Bei zwei zeitgleichen Terroranschlägen im Nordirak sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die erste Bombe tötete mindestens 70 Menschen. Ein Polizeisprecher erklärte, 180 weitere Iraker seien verletzt worden, als der Attentäter vor dem Sitz des kurdischen Olympischen Komitees in Kirkuk einen Lastwagen voller Sprengstoff in die Luft gejagt habe.
Bei zwei Terroranschlägen in Kirkuk im Nordirak sind am Montag mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen (© Foto: Reuters)
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Auch ein Kulturzentrum der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) sei durch den Anschlag völlig zerstört worden. Die PUK ist die Partei von Staatspräsident Dschalal Talabani. Augenzeugen berichteten, die Explosion habe zudem mehrere Geschäfte und 20 Fahrzeuge verwüstet.
Eine zweite Bombe detonierte nach Polizeiangaben kurz darauf in einem am Straßenrand geparkten Auto auf einem Markt in einem vorwiegend von Kurden bewohnten Viertel der Stadt. Durch die Explosion auf dem Al-Hasir-Markt seien fünf Menschen verletzt worden,hieß es.
Unterdessen berichteten die US-Streitkräfte im Irak, dass Tausende amerikanische und irakische Soldaten am Montag einen Großangriff auf Stellungen des Terrornetzwerks al-Qaida südlich von Bagdad unternommen hätten. Die Aktion unter dem Namen "Marne Avalanche" ziele auf die vorrangig von Sunniten bewohnte Stadt Dschurf el Sachr, sagte eine US-Militärsprecherin.
Die Region im Tal des Euphrat sei ein "Unterschlupf des Feindes". Bereits am Sonntag hatte der für das Gebiet südlich von Bagdad zuständige Kommandeur Rick Lynch angekündigt, eine Reihe von Militäraktionen solle die Waffenlieferungen von dort in Richtung Bagdad eindämmen.
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(dpa/AFP)
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