Irak Dutzende Tote bei Bombenanschlag
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Ein Selbstmordattentäter hat in einer Kleinstadt nördlich von Bagdad ein Auto zur Explosion gebracht. Fast 30 Menschen kamen dabei ums Leben.
Im Irak sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation am Freitag mindestens 28 Menschen getötet worden. Der Anschlag wurde mit einer Autobombe in der vorrangig von Schiiten bewohnten Stadt Dudschail verübt. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt, teilten Mitarbeiter des Innenministeriums und der örtlichen Polizei mit.
Da die Polizeistation von hohen Mauern umgeben war, drang der Attentäter nicht auf das Gelände vor. Dennoch sei das Gebäude von der Wucht der Explosion beschädigt worden, sagte ein Polizist. Auch seien Sicherheitskräfte unter den Opfern.
Dudschail liegt 40 Kilometer nördlich von Bagdad in der Provinz Salaheddin. Sie wird vorwiegend von Sunniten bewohnt und entzieht sich weiterhin der Kontrolle der irakischen und US-Streitkräfte.
Zuvor schon hatt ein Selbstmordattentäter vor einer schiitischen Moschee in der nordirakischen Provinz Ninive drei Gläubige mit in den Tod gerissen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak sprengte er sich mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft. 15 weitere Menschen wurden durch den Terroranschlag in der Ortschaft Sindschar verletzt. Schiitische Moscheen im Irak waren bereits häufig Ziel von Terroranschlägen sunnitischer Fanatiker.
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Ebenfalls in der Provinz Ninive löschten Extremisten am Donnerstagabend eine dreiköpfige Familie aus. Die US-Armee berichtete am Freitag, die Mutter, der Vater und ihr Sohn seien in der Stadt Mossul in ihrem Haus erschossen worden. In der Provinz Dijala fanden die US-Truppen nach eigenen Angaben die Leichen von vier Menschen, die vermutlich bereits vor eineinhalb Jahren getötet worden waren. Bei den Toten, die in der Ortschaft Ghalibija vergraben worden waren, handelt es sich um zwei Mädchen im Teenageralter sowie um zwei irakische Soldaten.
Am Freitag nahm die US-Armee in Bagdad zwei mutmaßliche Angehörige der Schiiten-Miliz Kataib Hisbollah gefangen. Diese Gruppe werde von den iranischen Revolutionsgarden unterstützt, hieß es.