Wenn es jemand schafft, die Probleme Amerikas zu lösen, dann ist es Obama, findet Amerika-Experte Detlef Junker und erklärt, was dessen Rede bedeutet.
sueddeutsche.de: Erst einmal eine kurze Einschätzung: Wie hat Ihnen Barack Obamas Rede zur Amtseinführung gefallen?
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Barack Obama: "Es ist falsch, dass wir uns zwischen unserer Sicherheit und unseren Idealen entscheiden müssten." (© Foto: AFP)
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Detlef Junker: Mir hat sie sehr gut gefallen. Der neue US-Präsident Barack Obama hat es sehr gut verstanden, die drängendsten Probleme der Nation deutlich anzusprechen, ohne dass Pathos und Gefühl zu kurz kamen.
Am Tag der Inauguration entdecken die Amerikaner überdies jedes Mal aufs Neue ihre eigene Identität, die Nation feiert die Trinität von Gott, Vaterland und Freiheit. Gleichzeitig hat der neue Präsident zu Irak und Iran, zur Finanzkrise und vielen sozialen Problemen der amerikanischen Gesellschaft Stellung genommen. All das in 20 Minuten - eine enorme Leistung. Barack Obama ist einer der größten Redner unserer Zeit.
sueddeutsche.de: Doch die Rede hat nicht die Begeisterungsstürme hervorgerufen wie schon andere Auftritte von ihm. Warum nicht?
Detlef Junker: Eine Wahlkampfrede ist etwas ganz anderes als die Rede eines Präsidenten zur Inauguration. In diesem Moment muss er die Einheit der Nation beschwören, er kann nicht so auf die Pauke hauen wie im Wahlkampf. Das würde die politischen Gegner - immerhin haben ihn 48 Prozent nicht gewählt, zu sehr kränken - und auf deren Mitarbeit ist er zur Durchsetzung seiner Ziele, zum Beispiel im Kongress, angewiesen.
sueddeutsche.de: Welches ist die größte Herausforderung, vor der der neue US-Präsident jetzt steht?
Junker: Die USA und die Welt stehen vor einer enormen Finanz- und Wirtschaftskrise. Für mich ist es noch nicht ausgemacht, ob Obama diese Krise in Zusammenarbeit mit den G-20-Staaten tatsächlich meistern kann. Schafft er es nicht, folgt eine Vertrauenskrise, weil er die immensen Erwartungen der Menschen nicht erfüllt.
sueddeutsche.de: Es gibt da einen Limerick, der die Situation beschreibt: "There once was a lady from Riga who smiled as she rode on a tiger. They returned from the ride with the lady inside and the smile on the lips of a tiger." Kann Obama den Tiger der Finanzwelt reiten oder frisst ihn am Ende der Tiger?
Junker: Wenn es einen Politiker gibt, er es schaffen kann, dann Obama. Er ist nicht nur ein guter Redner, er hat auch den Killerinstinkt eines Machtpolitikers. Gewinnen Sie mal einen Wahlkampf gegen den Clinton-Clan! Das zeigt, dass er die nötige Härte hat.
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ich weis nicht als präsident sollte eigentlich schon a bisserl mehr als nur yes we can kommen oder?
ok, es stimmt, das in amerika , alles einfach gehalten wird, weil die bildung halt nicht so hoch ist, aber mehr als 3 worte....
selbst jfk hatte da mehr gehabt , wenigstens auf allemaisch versucht...
ich bin gespannt, ob es besser oder schlimmer wird.
oder einfach nur so bleibt wie bisher.
jetzt liegt es an obama, zu zeigen, das er wirklich die welt positiv verändern will. obwohl nur die probleme in den staaten u. desen politik würde schon reichen.
Obama hat Begeisterung auslösen können, weil er erkennen lässt, dass er es mit seinen Worten ernst meint. Wie seine Mannschaft den zu erwartenden Reaktionen aus der Welt der Nutzniesser begegnen kann, wird nicht zuletzt von dem Rückhalt abhängen, die sie unter der Mehrheit der Amerikaner bekommt.
kotzt mich diese Lobhudelei auf ein vollkommen leeres Blatt an.
meint Ihr das eigentlich ernst!?
Der Kommentarbereich der SZ ist ja im Normalzustand schon eine Spielwiese für Zyniker und Verschwörungstheoretiker - aber das nimmt hier ja allmählich unerträgliche Ausmaße an. Diese Zurschaustellung von Weltschmerz ist geradezu lächerlich.
P.S. Danke für die negativen Bewertungen schon mal im voraus :))
Mit dem Maul alleine ist hier nichts mehr gerissen.
Paging