Der französische Europaminister Jean-Pierre Jouyet hat die Alleingänge von Präsident Nicolas Sarkozy in der Europapolitik verteidigt. Gleichzeitig versprach er, Frankreich werde nichts ohne seine Partner tun.

Frankreichs Europa-Minister Jean-Pierre Jouyet hat die Alleingänge von Präsident Nicolas Sarkozy in der Europa-Politik verteidigt. Frankreich wolle Impulse geben, aber nur in Zusammanarbeit mit den EU-Mitgliedern. "Wir werden nichts ohne unsere Partner tun", sagte Jouyet in einem Interview der Süddeutschen Zeitung .

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Im Fall der umstrittenen Mittelmeerunion machte Jouyet deutlich, dass es sich nicht mehr um einen politischen Verbund, sondern nur um einige große Projekte handeln soll, an denen alle EU-Mitglieder sich beteiligen können.

Jouyet mahnte zudem mehr Verteidigungsausgaben an, um die gemeinsame EU-Sicherheitsstrategie voranzubringen, und kritisierte damit auch indirekt Deutschland. Europa müsse sich stärker im Süden Afghanistans engagieren, sagte Jouyet als Reaktion auf den Brief von US-Verteidigungsminister Robert Gates an die Nato-Verbündeten.

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(SZ vom 2.2.2008)