Die Welt gratuliert dem US-Präsidenten: Die Spitzenpolitiker aus zahlreichen Ländern zeigen sich erfreut über die Auszeichnung für Obama. Selbst die Taliban haben was zu sagen.
US-Präsident Barack Obama hat "mit Demut" auf die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis reagiert. Ein Vertreter der US-Regierung sagte in Washington, der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, habe Obama um kurz vor sechs Uhr morgens angerufen, weniger als eine Stunde nach Bekanntgabe, und ihn über die Entscheidung des Nobel-Komitees in Oslo informiert. "Es hat den Präsidenten mit Demut erfüllt, dass ihn das Komitee ausgewählt hat", sagte der Regierungsvertreter.
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US-Präsident Barack Obama reagierte mit Demut auf die Auszeichnung. (© Foto: ddp)
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Das Nobelkomitee hatte erklärt, Obama werde für seine "außergewöhnlichen Bemühungen" ausgezeichnet, "die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken".
Weniger wortarm fielen die internationalen Reaktionen auf die Nachricht vom Friedensnobelpreis für Obama aus.
Bundespräsident Horst Köhler schrieb an Obama: "Ich freue mich, dass Ihr Engagement für die friedliche Zusammenarbeit zwischen Staaten und Völkern durch die Verleihung dieser hohen Auszeichnung verdiente Anerkennung und Würdigung findet."
Obamas Name werde mit einer neuen, kooperativen Weltpolitik verbunden, die im fairen, partnerschaftlichen Miteinander den globalen Herausforderungen begegne. "In Ihrem Wirken für eine friedlichere und bessere Zukunft für alle Menschen unserer Einen Welt möchte ich Sie mit allem Nachdruck bestärken." Köhler beteuerte, dass Obama auf Deutschland immer zählen könne.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Obama und erklärte, es sei ihm in kurzer Zeit gelungen, "weltweit einen neuen Ton zu setzen und Gesprächsbereitschaft zu schaffen". Er sollte von allen in seinem Bestreben unterstützt werden, "Frieden in der Welt noch besser möglich zu machen".
FDP-Chef Guido Westerwelle erklärte, dies sei "weniger die Auszeichnung für bereits Erreichtes, sondern eine Rückenstärkung für eine Politik, die auf Kooperation statt Konfrontation und auf Abrüstung statt Aufrüstung setzt".
Der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) begrüßte die Auszeichnung ebenfalls: "Diese Entscheidung ist eine der besten Entscheidungen des Komitees. Sie bedeutet eine Ermutigung für eine globale Verantwortungspolitik."
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hofft nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama auf weitere Fortschritte in der Abrüstung. Mit seinem Appell für eine atomwaffenfreie Welt habe der US-Präsident den internationalen Abrüstungsbemühungen neuen Schwung verliehen, erklärte Steinmeier. "Die heutige Auszeichnung ist ein Appell an uns alle: Arbeiten wir mit ganzer Kraft daran, dass diese Vision Schritt für Schritt Wirklichkeit wird!"
Auch SPD-Chef Franz Müntefering gratulierte Obama zum Friedensnobelpreis. "Mit dieser außerordentlichen Würdigung wird zu Recht Ihr Engagement für mehr Völkerverständigung als großes Ziel Ihrer Präsidentschaft hervorgehoben", schrieb der noch amtierende SPD-Vorsitzende. "Vom ersten Tag Ihres Amtsantritts an haben Sie offensiv Türen aufgestoßen, die zu lange verschlossen waren."
Müntefering lobte Obama für dessen Bestreben, "neue Möglichkeiten der Verständigung in vielen Krisengebieten zu suchen". Von der "Vision einer friedlichen Welt" profitiere auch Europa.
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Wo waren die denn alle die letzten Jahre? Haben die mal die Toten gezählt, die auf das Konto dieses Friedensengels gehen?
sollen uns doch einfach einmal mit dem alleine lassen, der unsere Hoffnungen ausdrückt! Kann man sich nicht einmal freuen mit jemandem der einem aus der Seele spricht? Müssen die immer ihre Worthülsen ausstreuen? Könne die nicht einfach mal den Mund halten?