Nach dem Eklat im Vorfeld des Gipfels bemüht sich die Integrationsbeauftragte des Bundes, Maria Böhmer, um Schadensbegrenzung. Nur eines steht fest: Zu Zugeständnissen an die türkischen Verbände ist die Regierung nicht bereit.
Nach dem Eklat im Vorfeld des Integrationsgipfels bemüht sich die Bundesregierung, die Absage von vier großen türkischen Verbänden herunterzuspielen. "Wir werden auch zahlreiche andere Vertreter aus der türkischen Gemeinschaft am Tisch der Kanzlerin haben", erklärte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), am Mittwoch.
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Die Bundesregierung werde unverändert am Integrationsgipfel festhalten. Auch für die vier Verbände, die abgesagt haben, stehe die Tür offen, erklärte Böhmer und ergänzte: "Ich hoffe, sie kommen noch."
Am späten Dienstagabend hatten die Türkische Gemeinde in Deutschland, der Rat Türkischstämmiger Staatsbürger, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion und die Föderation Türkischer Elternvereine ihre Teilnahme an dem Gipfeltreffen abgesagt. Die Verbände protestieren damit gegen das verschärfte Zuwanderungsgesetz, das der Bundesrat am Freitag abgesegnet hatte.
Insbesondere bemängeln die Migrantenorganisationen die neuen Regeln für den Familiennachzug. Nachziehende Ehegatten müssen künftig mindestens 18 Jahre alt sein und sich auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen können.
Trotz der Kritik der türkischen Verbände schloss die Bundesregierung Änderungen an den neuen Bestimmungen aus. Das Gesetz sei nach reiflicher Beratung und unter breiter Beteiligung vieler Experten und Verbände von Bundestag und Bundesrat gebilligt worden, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Mittwoch in Berlin. "Daran wird nichts geändert werden."
Zu dem Integrationsgipfel am Donnerstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ursprünglich 94 Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen ins Kanzleramt eingeladen. Bei der Konferenz sollen etwa 400 Selbstverpflichtungen zur Verbesserung von Spracherwerb, Ausbildung oder auch zur Situation von Frauen beschlossen werden.
Die etwa 150 Beiträge des Bundes zum "nationalen Integrationsplan", genehmigte das Kabinett am Mittwochmittag. Dabei geht es unter anderem um eine Verbesserung der Integrationskurse und zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Zuwandererfamilien.
Bei den Integrationskursen soll die Stundenzahl laut Kabinettsbeschluss von 600 auf 900 Stunden aufgestockt werden. Für Analphabeten, Jugendliche und Mütter soll es spezielle Angebote geben. Zudem werden Kursträger verpflichtet, Kinderbetreuung anzubieten. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien einfacher Zugang zu Ausbildungsbeihilfen und Bafög bekommen.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de)
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Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Die Millionen für den Sprachunterricht der Imigranten ist für die Katz.
Diese Leute wollen keine Integration.
man stelle sich vor, wir wandern nach Amerika aus und fordern, der amerikanische Staat müsste unsere Sprachkurse bezahlen, damit wir uns dort integrieren.
Lachhaft.
Dies ist ja auch der Grund, warum uns die türkischen Fundamentalisten verachten.
WEill wir Ungläubige, unreins sind, und weill unsere Gesetze nicht angewendet werden bei ihnen, es gibt ja mimmer Gründe, um bei andersartigen Kulturen nachsichtig sein zu müssen.
Leute die ein archaisches Reglement in Ostanatolien gewohnt sind , machen sich über unseren toleranten Rechtsstaat nicht nur lustig, sie nützen ihn aus und verachten uns.
Keine Toleranz den Prdigern der Intoleranz.
Niemand bestreitet, daß es auch Zuwanderer aus islamischen Kulturkreisen gibt, die hier bestens integriert sind und machmal sogar besser Deutsch sprechen als so mancher Eingeborene. Aber muß man das angesichts der bekannten gravierenden Integrationsverweigerung breiter Kreise jedesmal betonen?
Das Problem, das sich als besonders erschütternd darstellt, ist, daß viele Kinder aus Zuwandererfamilien in der dritten Generation schlechter integriert sind als ihre Eltern oder Großeltern. Die Ursachen liegen zum ganz überwiegenden Teil bei den Migranten selbst. An mangelnden Angeboten wie bspw. Sprachkurse liegt es sicher nicht, sondern daran, daß angesichts "funktionierender" Paralleluniversen und Staatsknete überhaupt kein Anreiz mehr besteht, sich Mühe um Spracherwerb und Berufsausbildung zu geben. Hinzu kommt die zunehmende Rückbesinnung auf islamische Werte und Religion, die auf eine bewußte Abgrenzung und Ablehnung der hiesigen Gesellschaft hinausläuft.
Die Gruppe, die diese Probleme überwiegend betrifft, darf sich nicht wundern, wenn sie hart angegangen wird und der Druck erhöht wird. Wenn man dem Deutschen Staat ein Versäumnis vorwerfen kann, dann es ist der Umstand, daß er diese Verweigerungshaltung bisher hingenommen hat.
Genau, omari84 und centaurion. Gute Beiträge.
Ich erlebe es in meinem Stadtviertel mit hohem Migrantenanteil z.B. auch, dass es sehr viele junge Frauen gibt, die im Schleier gehen, sehr gepflegt gekleidet, fließend reines deutsch sprechen.
Damit möchte ich darstellen, dass auch eine vereinfachte Unterscheidung etwa zwischen säkular und religiös orientierten türkischen Mitbürgern nicht so einfach auf den Integrationswillen in allen Beziehungen schließen lässt.
Klar, durch die religiöse Orientierung kommt eine gewisse (größere oder kleinere) Distanz zustande. Ich persönlich kann auch natürlich leichter Kontakt mit säkular orientierten schmieden.
Aber es kann eben dadurch nicht per se auf die Fähigkeit/den Willen zur Teilnahme im Allgemeinen geschlossen werden.
Ich möchte die Probleme nicht kleinreden. Es gibt viele, die kein Interesse haben die Sprache und Kultur kennenzulernen.
Das etwas beleidigte 'Dann sollen sie eben wieder gehen' ist aber auch keine hilfreiche Einstellung. Die die schon ewig hier sind, werden auch nicht gehen, es ist schlichtweg unmöglich und wäre unmenschlich (Ausweisung zu Hunderttausenden??).
Daher muss man weiterhin am Problem arbeiten/dickbrettbohren, mit Verpflichtung genauso wie mit Angeboten, wenn die Eltern nicht mehr flexibel sein sollten, muss man das intensiv weiterhin in Schulen betreiben.
Dumme Pauschalurteile gegen eine Gruppe entlarven vor allem die Beschränktheit des Urteilenden.
Ein positives Beispiel: In einem Deutschkurs hat eine junge Türkin ein Baby bekommen. Drei Wochen (!!!) nach der Geburt kam sie mit Kind wieder in den Kurs. Zum Stillen zieht sie sich zurück. Sie ist mit großem Eifer dabei und meistert die Belastung Haushalt, Baby, größeres Geschwisterkind und Deutschkurs vorbildlich.
Ein negatives Beispiel: in einem anderen Kurs war eine Thailänderin, die zu Beginn nicht lateinisch alphabetisiert war. Sie sprach kein Deutsch, weder sie noch ihr Mann (Deutscher) sprachen Englisch oder eine andere gemeinsame Drittsprache. Den Vorschlag der Kursleitung, die Frau solle einen Alphabetisierungskurs besuchen, lehnte der Mann unter Drohungen ab. Zitat: "Ich kann nicht lesen und schreiben, da braucht sie das auch nicht!"
Wohlgemerkt, der Mann ist Deutscher, und die Frage nach Importbräuten kann man auch ganz anders stellen.
Wie man an den Beiträgen zu diesem und anderen ähnlichen Artikeln sehen kann, ist das Thema Einwanderung ein Thema, das die Emotionen hoch schlagen lässt. Dies wird sich wohl nie ändern. Aber: unser Grundgesetz schützt nach Art. 1 auch die Würde des MENSCHEN....nicht nur die Würde von uns Deutschen. Die Pauschlaurteile, die hier teilweise gemacht worden, sind erschreckend. Nur negative Erfahrungen mit Türken worden berichtet. Pauschal wird ihnen unterstellt, per se nicht Deutsch lernen zu wollen. Der Integration tut so etwas nicht gut, aber integriert werden müssen sie. Daher möchte ich auch über eine positive Erfahrung berichten :)) Mein türkischer Kioskbesitzer ist hier geboren, spricht fließend Deutsch, genauso seine Eltern und seine Schwester. Und nein, Mutter und Schwestern tragen keine Kopftücher, die bei uns "toleranten" Deutschen soviel Anstoß erregen. Er war Profi bei Hertha BSC. Jeden Samstag spielen wir Backgammon in seinem Kiosk und haben viel Spaß gemeinsam. Mein Leben wäre ohn ihn und seine Familie ärmer. Ich bin froh, dass seine Familie nach Deutschland eingewandert ist.
Die Integrationsdebatte verdient mehr Sachlichkeit, sie ist zu wichtig für persönliche Schlammschlachten hier in den Foren oder anderswo.
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