Jede neue Schlagzeile ein Stich ins Herz: Führende Muslime beklagen in einem offenen Brief die wachsende "Feindseligkeit" gegen Migranten in Deutschland. Sie fordern Bundespräsident Wulff auf, Stellung zu beziehen.
In einem offenen Brief haben 15 namhafte deutsche Muslime Bundespräsident Christian Wulff aufgefordert, in der schwelenden Debatte um Integrationsprobleme Stellung zu beziehen. Auslöser der Kontroverse war das Buch Deutschland schafft sich ab des SPD-Politikers und scheidenden Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin.
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In der von SPD-Politiker und Noch-Bundesbanker Thilo Sarrazin ausgelösten Integrationsdebatte fordern namhafte deutsche Muslime nun von Bundespräsident Christian Wulff, Stellung zu beziehen. (© dpa)
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Intellektuelle wie der Regisseur Fatih Akin und der Schriftsteller Feridun Zaimoglu beklagten in dem in der taz veröffentlichten Brief wachsende "Feindseligkeit" gegen Muslime in Deutschland. Wörtlich heißt es: "Für Musliminnen und Muslime ist derzeit nicht einmal der Gang zum Zeitungshändler leicht, weil sie nie wissen, welche Schlagzeile, welches stereotype Bild sie dort erwartet."
Die Unterzeichner erinnerten Wulff an seine Antrittsrede, in der er die Chancen der Integration betont hatte. "Wir bitten Sie, gerade in der derzeitigen angespannten Stimmung für die Leitsätze einer offenen, von gegenseitigem Respekt geprägten demokratischen Kultur einzustehen und öffentlich für sie zu werben", heißt es in dem Appell an Wulff.
Auslöser für den offenen Brief sei der Aufruf der Bild-Zeitung gewesen, an Präsident Wulff zu schreiben, sagte Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Theaters Ballhaus Naunynstraße.
"Wir dachten uns, das können wir nicht so stehen lassen", sagte die Mitunterzeichnerin zur SZ. Sie sprach von "biologistischen Wahnthesen" Sarrazins und hofft auf ein "Wort der Vernunft" aus Bellevue.
Auch andere Unterzeichnerinnen setzen darauf, dass sich das Staatsoberhaupt in die Debatte einschaltet. Aylin Selcuk, Initiatorin des Vereins Deukische Generation, wünscht sich ein starkes Zeichen Wulffs. Der Präsident möge zeigen, dass die Muslime in Deutschland dazugehören. "Wir bitten Sie: Bekennen Sie sich zu uns." Lamya Kaddor vom Liberal-Islamischen Bund sprach von einem "öffentlichen Bekenntnis" des Präsidenten. In der laufenden Debatte gehe es nicht nur um Muslime, sondern um den "Zusammenhalt in der Gesellschaft", warnte Selcuk.
Die Studentin hatte Sarrazin nach seinen Äußerungen zur vererbten Intelligenz wegen Volksverhetzung angezeigt. Seitdem erreichten sie unzählige E-Mails, in denen sie geschmäht und bedroht werde, sagte Selcuk. Nun hofft sie auf Wulff. "Wir werden dieses Land nicht aufgeben", heißt es in dem Brief an Christian Wulff. "Dieses Land ist unsere Heimat und Sie sind unser Präsident."
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(SZ vom 14.09.2010/jobr)
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es heißt natürlich nicht 16 sondern 16 Mio Migranten
wir haben offiziell mindestens 16 Migranten im Land ( alte Zahlen )
es wird gerne von 8,7 Mio geredet, aber das sind nur die o h n e deutschen Pass.
Tendenz explosionsartig anwachsend
ehemalige Gastarbeiter sind nur ein winziger Bruchteil davon ( denn seit 1973 Anwerbestopp )
alles nach 1973 kam mit dem Wort Asyl auf den Lippen und wanderte nebst Angehörigen und Nachfahren direkt in unsere Sozialsysteme ein, Asylanerkennungsquote 3%.
Insbesondere linke Politiker weigerten sich, die unrechtmäßig Asyl in Anspruch nehmenden 97 % zurückzuschicken, weil sie die Gelegenheit sahen , per Asylmißbrauch ihr sozialistisches Multikultiprojekt zu verwirklichen.
bisherige Kosten unterm Strich : ca 1000 M i l l i a r d e n !!!
Wir haben offiziell 3 -5 Mio Arbeitslose ( geschönte Statistik) , in Wirklichkeit 5-8 Mio.
Wenn Integration einen Arbeitsplatz bedeutet, können wir nicht einen einzigen integrieren, es sei denn auf Kosten eines deutschen Arbeitsplatzes
( das Ausländer Arbeitsplätze schaffen , ist leider extrem selten )
wann wird in der Integrationsdebatte mal über Fakten geredet ?
diese Daten - Quelle habe ich genannt - stammen vom Bundesamt Migration/Flucht.
Für den Erfolg der asiatischen Immigranten können Sie wahrhaftig in Deutschland mit den Feststellungen bleiben, denn hier zeigen sich ganz erstaunliche Unterschiede zu z.B. türkischen, arabischen Kindern - und, das ist bedrückend.
Der Gedanke, wonach man nur genug nach Bildung schreien müsste - selbstredend als Bringschuld des Staates, ist liebenswürdig, aber völlig verfehlt, denn bildungsferne Eltern und Familienverbände erreichen sie damit nicht. Den Schaden haben die Kinder - hat die Gesellschaft.
Ich gehe sehr exakt davon aus, dass es darauf aber auch nicht ankommen kann, denn man vertut seine Zeit damit, zu sozialisieren, was nicht sozialisierbar ist.
Der kleinste Lösungsweg ist, dass, weitab von irgendwelchen künstlichen Debatten, Deutschland definiert, welche Art von Einwanderung es haben möchte und im übrigen jedwede Alimentierung für solche Personen, die sich dem Gemeinwesen verschliessen endet.
Noch ein Wort zu den USA. Was Sie schildern, kenne ich so nicht. In der Tat sind grosse Bemühungen um Einwanderer im Gang, selbst den Sprachkurs auf Staatskosten gibt es, ABER diese sind effizienter, da es sonst keine grossartige Wohlfahrt gibt. Das beflügelt den Prozess ganz ungemein positiv.
Die Franzosen, auf die Sie eingehen, sind in der Regel Staatsbürger. Nachdem nun schon das Burkha-Verbot durchgewunken wurde, gehe ich davon aus, dass auch die weiteren Pläne, wie z.B. die Aberkennung der Staatsbürgerschaft für solche
Personen incl. deren Haushaltsmitglieder kommen wird. So richtig das in manchem Einzelfall sein wird, so bedauerlich ist eine solche Massnahme, denn auch hier lernt man, dass ein paar faule Äpfel einen ganzen Korb verderben können.
Und, aus diesem Grund stört mich das Drama der Damen hier im Artikel maximal, da jene sich aktiv z.B. als Sozialarbeiterinnen mit Migrationshintergrund um z.B. die Problem-Personen in Ihrem Umfeld -Stadt - kümmern sollten.
"Wo kann man jetzt hier gegen die Ausländer unterschreiben?"
"Das wird man doch nochmal sagen/fragen dürfen!"
oder wie neulich auf einem Schild gesehen:
"Für eine weltweite abendländische Leitkultur - gegen Islamismus etc."
Nachwehen einer peinlichen Pseudodebatte, die am Kern des Themas eigentlich vorbeiging - wie es leider in der heutigen Medienlandschaft allzu oft passiert.
Warum sagt eigentlich niemand mal, dass Deutschland gar nicht soooo schlecht abschneidet mit der Integration von Migranten und wir unterm Strich ein liberales, weltoffenes und durchaus multikulturelles Land sind, das sicherlich nicht alles perfekt macht, aber definitiv nicht alles falsch macht.
Statt Verbesserungen zu suchen und zu erörtern, ergehen sich Boulevard und seriösere Medien sowie prominente Politiker in einer Verkürzung und Verflachung der Diskussion, die einfach nur primitiv und peinlich ist...
Kein Wunder, dass nach und nach kluge Köpfe Deutschland verlassen (oder erst gar nicht betreten), denn die Verblödung bereitet Kopfschmerzen...
mfg,
Dr. Raoul Duke
Die Duldungsdebatte hatten Sie sehr ausführlich bearbeitet - mein Hinweis dazu erging an Sie mit sehr guten Quellen und Daten. Wenn Sie die nicht (mehr) benötigen, um so besser.
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