Die Bundesregierung will der Polizei erlauben, zur Verbrechensbekämpfung künftig automatisch auf Millionen Fotos der neuen elektronischen Pässe zugreifen zu dürfen. Das Gesetzgebungsverfahren läuft bereits in Bundestag und Bundesrat.
Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte am Mittwochabend eine entsprechende Vorabmeldung der Berliner Tageszeitung.
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Das Blatt zitiert aus einem Gesetzentwurf der Bundesregierung, wonach die Polizei auf diese Foto-Daten im "automatisierten Verfahren" zur Verfolgung von Straftaten aller Art zugreifen soll. Betroffen seien alle Inhaber des seit Ende 2005 ausgegebenen neuen biometrischen Reisepasses.
Ferner stehe derzeit im Gesetzentwurf der Bundesregierung noch: "Die bei der Passbehörde gespeicherten Fingerabdrücke sind spätestens nach der Aushändigung des Passes an den Passbewerber zu löschen." Die CDU/CSU wolle diesen Passus anders als die SPD allerdings streichen.
Ursprünglich anders geplant
Obwohl die Politik immer versprochen hatte, dass die biometrischen Merkmale nur auf dem Chip des Passes gespeichert werden, speichern die Passbehörden dem Bericht zufolge heute schon die Bilder in elektronischer Form im Passregister.
Ursprünglich sei geplant gewesen, die automatische Abfrage für Verkehrsordnungswidrigkeiten zu ermöglichen. Auf Wunsch des Bundesrates sei diese Möglichkeit auf Straftaten ausgedehnt worden, sagte die Sprecherin.
Derzeit läuft für das Vorhaben das Gesetzgebungsverfahren in Bundestag und Bundesrat.
Von den neuen elektronischen Pässen gibt es bereits drei Millionen Exemplare. Die erste Generation enthält nur ein Foto auf einem Chip, neuerdings wird auch der Fingerabdruck elektronisch auf dem Deckel gespeichert. Auf Fotos bei den Meldeämtern kann die Polizei bereits heute zugreifen. Die geschieht allerdings nicht automatisch.
(AP/AFP)
Bevor man das angeht, sollte jeder Rollstuhl mit einer Fahrgestellnummer versehen werden, damit man dies polizeilich überprüfen kann.
Es muß natürlich beim Innenminister mit der Nummerierung begonnen werden, damit man jederzeit weiß was er macht und wo er sich aufhält!
Denn sollte die Stimmung diesen verbitterten Innenministers in die andere Richtung kippen, könnte dies auch für den Bundestag explosiv werden. Bekanntlich ist die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn fließend.
Der Begriff Wahn repräsentiert eine Überzeugung, die
- logisch inkonsistent ist oder wohlbestätigtem Wissen über die reale Welt widerspricht und
- trotz gegenteiliger Belege aufrechterhalten wird, weil die persönliche Gewissheit der Betroffenen so stark ist, dass sie rational nicht mehr zugänglich sind (wikipedia)
Liebe Frau Merkel - ihr Innenminister gehört offensichtlich in psychatrische Behandlung. Immerhin regt sich bei dem Thema inzwischen etwas mehr Widerstand, höchste Zeit dass eine etwas breitere Diskussion über dieses Thema geführt wird
Dunkel kann ich mich noch an die Volkszählung 1985 erinnern. Der gläserne Bürger, ach wie furchtbar, und nun.
Mehr schreib ich jetzt nicht, weil meine Datenspuren ja nun sichtbar sind.
Vergleiche ich die Münchner Bevölkerung von heute mit der vor über 20 Jahren, kann ich nicht an ein- und dasselbe Stadtvolk glauben. Wie ausgewechselt! Nun wundert einen nicht, warum das alles (was hier geschrieben steht) so gleichgültig hingenommen wird. Was interessiert denn noch? Im Vergleich zur Bedrohung sicherlich Nebensächliches! Der Staat ist eine Bedrohung. DerTerrorismus nur am Rande. Aber als noch viel größere Bedrohung sehe ich die Umweltgefahren an.
Die Gesellschaft stellt sich darauf ein.
Damit auch die Kleinsten sich daran gewöhnen, hat die Wirtschaft bereits entsprechende Angebote parat: http://www.amazon.de/dp/B0000CFUIX/argh-21
Paging