Im Nordosten Indiens sind sieben Insassen eines Kleinbusses bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Es wird vermutet, dass das Attentat jedoch einem Armeekonvoi gegolten hat.

Bei einem Bombenanschlag im nordostindischen Bundesstaat Manipur sind sieben Passagiere eines Minibusses ums Leben gekommen. 28 weitere Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, als der ferngezündete Sprengsatz am Sonntagabend am Straßenrand explodierte, sagte Polizeisprecher Harojit Singh.

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Das völlig überladene Fahrzeug sei von der Fahrbahn in ein Reisfeld geschleudert worden. Möglicherweise waren Militärfahrzeuge das eigentliche Ziel der Attentäter. Kurz vor dem Anschlag habe ein Konvoi der Armee den Ort im Norden der Landeshauptstadt Imphal passiert, berichteten Augenzeugen in örtlichen Medien.

Polizeisprecher Sight nannte die separatistische Volksbefreiungsarmee von Manipur (PLA) als möglichen Drahtzieher. Zunächst bekannte sich jedoch niemand zu der Tat. In Manipur sind mehr als ein Dutzend militanter Gruppen aktiv. Einige davon kämpfen mit Waffengewalt für die Unabhängigkeit des 2,2 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaates an der Grenze zu Birma.

Nach offiziellen Angaben fielen dem Konflikt seit Mitte der 80er Jahre etwa 10.000 Menschen zum Opfer.

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(dpa/bica/gal)