Bereits früher hat der Streit zwischen Hindus und Moslems um die Babri-Moschee zu Unruhen geführt. Auch im Zusammenhang mit den zwei verheerenden Sprengstoffanschlägen in Bombay ist jetzt wieder ihr Name gefallen.

Die heilige Stätte im nordindischen Ayodhya ist seit Jahrhunderten zwischen Hindus und Moslems umstrittenen.

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Unmittelbar vor den Attentaten veröffentlichten Archäologen eine Expertise, wonach unter der zerstörten Babri-Moschee tatsächlich die Überreste eines alten hinduistischen Tempels entdeckt wurden.

1992 hatten Hindu-Pilger die im 16. Jahrhundert erbaute Moschee niedergerissen, weil sie darunter die Ruinen eines Tempels des Hindu-Gottes Ram vermuteten.

Die Zerstörung des moslemischen Gotteshauses löste schwere Unruhen aus, bei denen rund 2000 Menschen getötet wurden. 1788 hatte erstmals ein Jesuitenpriester behauptet, das moslemische Gotteshaus sei auf der Geburtsstätte des Hindu-Gottes Ram errichtet worden.

Seitdem streiten sich die Religionsgemeinschaften um den heiligen Ort. Hindus versuchen seit Jahrzehnten, dort einen Tempel zu errichten. Durch die Zerstörung der Moschee 1992 lösten sie die schlimmsten Unruhen in Indien seit der Unabhängigkeit 1949 aus.

Im Frühjahr 2002 kamen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems, die ebenfalls an dem Streit um die Babri-Moschee entbrannten, erneut rund tausend Menschen ums Leben.

(sueddeutsche.de/AFP)

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