Die Bundesregierung will Imame besser auf ihre Rolle als Seelsorger und Integrationshelfer vorbereiten. Zudem sollen die Rechte von Kindern illegaler Zuwanderer gestärkt werden.
Die Bundesregierung will Imame aus dem Ausland umfassend auf ihre Arbeit in Deutschland vorbereiten und damit eine bessere Integration der etwa vier Millionen Muslime erreichen. "Die Imame müssen in der Lage sein, hier Seelsorge und Integrationsaufgaben wahrzunehmen und hierzu bedarf es einer gründlichen Vorbereitung", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU) der Süddeutschen Zeitung. Das Thema sei jahrelang ausgeblendet worden, die Imame nähmen jedoch als Autoritätspersonen eine zentrale Rolle für viele Muslime ein.
Ein Gläubiger betrachtet die Minarette der Centrum-Moschee in Hamburg: Die Bundesregierung will sich künftig stärker für die Belange in Deutschland lebender Muslime einsetzen. (© Foto: dpa)
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Bisher gibt es lediglich zwei Modellprojekte, um die Imame schon vorab besser zu integrieren: Das Bundesamt für Migration schult seit Ende vergangenen Jahres Imame in Nürnberg und Köln, die Konrad-Adenauer-Stiftung bietet ähnliche Kurse in der Türkei an.
Nicht mit dem Umfeld junger deutscher Muslime vertraut
In dem Unterricht lernen die Vorbeter Deutsch, auch das Thema Grundwerte und kulturelle Unterschiede wird behandelt. "Die Vorbereitung muss aber über diese Kurse hinausgehen", sagte Böhmer. Sie werde das Thema bei ihrem Treffen mit der türkischen Regierung in Ankara vor Ostern ansprechen.
Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) unterstrich die Bedeutung der Imam-Fortbildung. Die Vorbeter aus dem Ausland seien "oftmals mit dem Umfeld ihrer Gemeindemitglieder - gerade der jungen aus der 2. und 3. Generation - nicht vertraut".
Laut Bundesamt für Migration arbeiten etwa 2000 Imame in Deutschland. Langfristig planen Bund und Länder, Imame an deutschen Hochschulen auszubilden.
Der Islamrat, dem etwa 300 Milli-Görüs-Moscheen angehören, zeigte sich offen für solche Schulungen. "Das ist ein Gewinn für die Imame - so können sie gerade Jugendliche hier besser verstehen und ansprechen", sagt der Islamratsvorsitzende Ali Kizilkaya der SZ.
Bildungsangebote für Kinder illegaler Zuwanderer
Böhmer kündigte zudem an, dass die Bundesregierung künftig auch den Kindern illegaler Zuwanderer zu Bildung verhelfen will. "Wir wollen den Kindern sowohl den Besuch von Schulen als auch den von Kindergärten ermöglichen", sagt Böhmer. Hierzu solle das Aufenthaltsrecht geändert werden.
Bisher müssen Lehrer und andere Staatsdiener den Ausländerbehörden melden, wenn sie im Dienst erfahren, dass sich ein Kind ohne die nötigen Papiere im Land aufhält. Dies kann die Entdeckung und Abschiebung der Familie zur Folge haben.
In einzelnen Ländern wie Bayern bestehe sogar eine Schulpflicht für die Kinder, gleichzeitig aber eine Meldepflicht der Pädagogen. "Hier müssen wir jede Unsicherheit der Lehrer beseitigen", sagte Böhmer. Der Staatsministerin zufolge findet das Vorhaben Unterstützung in allen Koalitionsfraktionen.
Böhmer kritisierte Äußerungen des Berliner Ex-Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD). Dieser hatte gefordert, Familien, deren Kinder es zweimal versäumen, ihre Hausaufgaben zu machen, das Kindergeld zu kürzen. "Kindergeld kürzen geht nicht - schon nach dem Verfassungsrecht", sagte Böhmer. Sie setze auf Vereinbarungen der Schulen mit den Eltern.
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(SZ vom 12.03.2010/jobr/woja)
Nach Massaker in Haula
Sie behaupten:
"Wir .... müßen damit beginnen, die Übrigen zu bitten unser Land zu verlassen.
Vor allem die, die nicht integriert sind und sich nicht integrieren wollen, ..."
Wie xpeten richtig formuliert hat: Die "Grenzlinie verläuft nicht zwischen Christen und Moslems"
und auch nicht zwischen Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne: Sie verläuft kreuz und quer durch unsere Gesellschaft.
Ein Beispiel: Wollen Sie behaupten, dass einer, der an billigen Arbeitskräften - seien es Gastarbeiter oder Mitbürger mit Staatsangehörigkeit - gut verdient hat und dann mit seinem Gewinn im großen Stil Steuerhinterziehung betreibt, sich in dieses demokratische und solidarische Gemeinwesen integriert habe? Dass die Het*er gegen alles fremde, neue, andersartige sich integriert hätten?
Könnten Sie überhaupt einen "Integrations"nachweis führen?
Haben Sie überhaupt schon mal von sich aus mit Ihren langjährigen türkischen oder deutsch-russischen Nachbarn geredet? Oder leben Sie in einem ausländerfreien Quartier?
Sind Sie sicher, dass unter Ihren Vorfahren kein Migrant oder Wanderarbeiter ist, dessen volle Integration mehr als 1 Generation gebraucht hat?
Mir sind einige hilfsbereite Nachbarn mit Migrationshintergrund übrigens angenehmer als etliche ignorante "Stammesangehörige".
In Deutschland gibt es 4000 Moscheen, in der Türkei zerfallen die Kirchen, die Priesterseminare bleiben geschlossen und die EU Verhandlungen gehen weiter.
Christiliche Kloster im süosten sollen enteignet werden und wer grad froh und lustig ist , kann sich über unsere Gesetze hermachen und seine Scharia propagieren, dies hat nichts mit Toleranz zu tun sondernmit Naivität.
und bedingungslos die hiessigen Gesetze respektieren und lehren.
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@rick.sander :" ... und dann auch noch die Familien nachziehen zu lassen. damit entstand das Imman und Islamproblem. "
Nein , bis Ende der achtziger Jahre und später gab es "das Problem" noch nicht . Erst als bei dem Thema Arbeitslosigkeit , Staatsverschuldung und Krise kein Land mehr in Sicht ist , war auf einmal auch das "Thema Islam" da .
Ist schon ein Problem , das mit dem selektiven Gedächtnis und Denken ...
Paging