Im Kampf gegen illegale Einwanderer hat Italien einen Flüchtlingsnotstand verhängt. Die Opposition wirft der Regierung Berlusconi vor, Ängst zu schüren.
Der Vatikan hat die italienische Regierung ermahnt, die Rechte der Immigranten, Flüchtlinge und Asylsuchenden zu achten. Insbesondere müsse Italien die internationalen Normen einhalten, zu denen es sich verpflichtet habe, forderte der Sekretär des päpstlichen Migrantenrates, Agostino Marchetto, am Wochenende.
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Am Wochenende griff die Polizei vor der italienischen Insel Lampdusa 227 illegale Flüchtlinge auf. (© Foto: AFP)
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Die Regierung Berlusconi hatte zuvor einen nationalen Flüchtlingsnotstand ausgerufen. Sie begründete das mit der starken Zunahme der illegalen Einwanderung in den vergangenen Monaten.
So kamen nach Angaben des Innenministeriums im ersten Halbjahr 2008 mehr als 10.000 Bootsflüchtlinge an den Küsten Süditaliens an, das sind doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Während die Opposition argwöhnt, die Regierung wolle die Flüchtlinge nur internieren und dann rasch abschieben lassen, argumentiert Innenminister Roberto Maroni, der Notstand diene dazu, "den Fremden eine menschliche Behandlung zu garantieren".
"Unmenschliche Maßnahmen"
So könnten nun im ganzen Land rasch Aufnahmelager gebaut werden. Dies sei notwendig, da in den bestehenden Lagern, vor allem auf der Insel Lampedusa, der "Kollaps" drohe. Dort sind in den vergangenen Tagen wieder Hunderte Menschen auf kleinen Booten angekommen.
Ein Afrikaner sagte, seine beiden kleinen Kinder seien während der tagelangen Fahrt auf einem Gummiboot an Entkräftung gestorben. Ihre Leichen habe man ins Meer werfen müssen.
Die Regierung Berlusconi hatte im Wahlkampf angekündigt, schärfer gegen die illegale Einwanderung und gegen Ausländerkriminalität vorzugehen. Die Opposition wirft ihr nun vor, mit der Ausrufung des "Flüchtlings-Notstandes" die Ängste unter den Italienern zu schüren und das Land in einen "Polizeistaat" zu verwandeln. "Italien braucht keine unmenschlichen und außerordentlichen Maßnahmen", sagte der christdemokratische Politiker Rocco Buttiglione.
Die Regierung Berlusconi war bereits in den vergangenen Monaten wegen ihrer Politik gegenüber Ausländern und der Roma-Minderheit in die Kritik geraten. Sie hatte das Strafrecht gegen illegal ins Land gekommene Einwanderer verschärft und beschlossen, Roma-Kinder speziell zu registrieren.
Auf die Kritik an dem Flüchtlingsnotstand antwortete die Regierung, dieser werde seit Jahren verhängt. Auch die linke Vorgängerregierung habe ihn beibehalten. Allerdings galt der Notstand unter der Regierung Prodi zuletzt nur für Apulien, Kalabrien und Sizilien. Nun gilt er für das ganze Land.
- Silvio Berlusconi Schamloser Sonderling 23.07.2008
- Italien Kampagne gegen Roma-Kinder 29.06.2008
(SZ vom 28.07.2008/gal)
Bundespräsident Gauck in Israel
Sie schreiben meinen eigenen Satz in ihrem Kommentar ab.
Wo habe ich geschrieben, dass in Afrika Sozialhilfe bezogen werden soll?
Ich habe geschrieben , dass es um die Sozialhilfe in Europa geht. Lesen sie doch einfach mal was sie selber schreiben, dann finden sie auch die Anmerkung wieder, was den Volker Beck anbetrifft.
Den letzten Satz ihres Kommentares vom 29.7 11Uhr6.
Vielleicht liegt es aber an der Jungen Welt.
Ich werde zukünftig ihren User-Namen ignorieren, ist mir zu anstrengend.
MfG Sirius13437
Wer bitte ist Volker Beck ????????????????
Es kann nicht die Zukunftsaussicht für Menschen aus Afrika sein den Rest ihres Lebens in Europa Sozialhilfe zu beziehen...
.... wovon reden Sie eigentlich und mit wem? Mit mir ganz offensichtlich nicht.
Ich habe Volker Beck noch nicht mal erwähnt.
Wie kommen Sie dazu, derartige abstruse Dummheiten zu behaupten,
dass in Afrika Sozialhilfe bezogen wird?
Wer bitte ist Volker Beck ????????????????
Wenn es nach diesem Beck geht verlagern wir Afrika nach Deutschland.
Mich interessiert die Meinung eines Opportunisten nicht um das mal grundsätzlich klarzustellen. Der soll erst mal klarkommen mit seinen gehobenen Fingern zu den Kriegseinsätzen. Sie persönlich scheinen nur auf Konfrontation aus zu sein. Hätten sie meinen ersten Kommentar verstehen wollen, wäre ihnen klar geworden was ich meine.
Nochmals zur Erinnerung: Ich habe geschrieben, das Afrika eine vernünftige Schulbildung anbieten muß, die Infrastruktur des Erdteils auf Vordermann gebracht werden muß. Die Zukunft für Afrikaner muß grundsätzlich in Afrika liegen, dazu gehört selbstverständlich auch ein anständiges Leben für die Zukunft.
Es kann nicht die Zukunftsaussicht für Menschen aus Afrika sein den Rest ihres Lebens in Europa Sozialhilfe zu beziehen. Was ist an dieser Auffassung nun so reaktionär? Ich gehe mal davon aus , dass sie mich bewußt nicht verste3hen wollen, weil es nicht in ihr kämpferisches Weltbild passt, vielleicht irre ich aber auch.
MfG Sirius13437
Wer angesichts einer globalen Welt und wider besseres Wissen sich selbst vormacht, die Flüchtlingsprobleme Afrikas seien nur dort zu lösen, der übersieht mit absoluter Ignoranz sämtliche wirtschaftlichen Verflechtungen und gezielte EU- und USA-Politik, die diesen Kontinent bewusst verarmt um eigener Vorteile willen.
Die Flüchtlingsbewegungen aber sind zu einem großen Teil von den Industriestaaten verschuldet. Der Export hoch subventionierter Lebensmittel aus der EU nimmt z. B. der Landwirtschaft in Westafrika seit Jahrzehnten die Existenzgrundlage. Die Fischerei als Erwerbszweig wurde durch zu hohe EU-Fangquoten zerstört. Statt dem gegenzusteuern, hält die EU lediglich militärische und polizeiliche Maßnahmen für Flüchtlinge bereit mit dramatischen Folgen: Tausende Todesfälle, an denen die EU unmittelbar die Schuld trägt. Erst am Samstag sind bei der Überfahrt von Libyen ein zweijähriges und ein vierjähriges Kind aus Nigeria wegen Entkräftung ums Leben gekommen. Der Vatikan kritisierte nun die italienische Regierung und betonte, auch in Zeiten des Notstands müßten Menschenrechte geachtet werden. Die linke Opposition warf Berlusconi zu Recht vor, mit der Ausrufung des Notstands Ängste zu schüren. Berlusconi betreibe eine »verabscheuungswürdige Propaganda«. Da der Regierungschef sich seiner Mehrheit bei der Parlamentsdebatte am kommenden Dienstag sicher sein kann, müssen nach Auffassung des grünen Politikers Volker Beck die EU-Kommission und der Europarat prüfen, ob in Italien noch die UN- Flüchtlingskonvention eingehalten werde.....
www.jungewelt.de/2008/07-28/029.php
Ich gebe keine Statemants ab, ich schreibe nur Kommentare, das mal so nebenbei erwähnt.
Das Thema ist mit Schönwetterreden und Gutmenschengetue nicht vom Tisch.
Im übrigen hat ja Italien nicht alleine das Problem, da sind da noch die Spanier, die Franzosen und Griechenland. Habe ich noch ein Land vergessen? Ich glaube ihnen geht es vielleicht nur um die Brandmarkung einiger Personen, mir aber geht es um die Sache und die ist ernst.
Das Problem kann nur in Afrika gelöst werden.
MfG Sirius13437
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