Hurrikan "Gustav" könnte auch die Pläne der US-Republikaner zerstören: Präsidentschaftsbewerber McCain überlegt, den für Montag geplanten Parteitag abzusagen.
Der herannahende Hurrikan "Gustav" wirft einen Schatten auf den US-Parteitag der Republikaner, der am Montag im Bundesstaat Minnesota beginnen soll: Möglicherweise müsse der Parteitag kurzfristig abgesagt werden, sagte der designierte Präsidentschaftskandidat John McCain dem US-Sender Fox News: "Es wäre nicht angemessen, eine festliche Versammlung zu veranstalten, während eine nahe gelegene Tragödie sich als ein nationales Desaster herausstellt."
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Der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner: John McCain (© Foto: AFP)
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McCain will sich im Laufe des Sonntags mit seiner Vize-Kandidatin Sarah Palin zu einem spontanen Besuch in Mississippi aufmachen, wo sich die Menschen auf den Sturm vorbereiten. Der Republikaner wolle sich noch vor Beginn des Nominierungs-Parteitags ein Bild von der Lage machen, sagte er. Er werde auch in Begleitung seiner Frau Cindy reisen.
Nach jetziger Planung treffen sich die Republikaner von Montag an zu ihrem viertägigen Wahlparteitag in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota, um Senator McCain offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaft zu bestimmen. McCain muss den Parteikonvent dazu nutzen, um sich von dem unpopulären republikanischen Präsidenten George W. Bush abzugrenzen - ohne dabei dessen Anhänger zu verprellen.
Nachdem der Hurrikan "Katrina" vor genau drei Jahren in den US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi eine Schneise der Verwüstung geschlagen hatte, war Bush wegen seiner Klimapolitik, aber auch wegen seines Umgangs mit der Krise heftig kritisiert worden. Beim Wirbelsturm starben über 1800 Menschen. Mit 125 Milliarden Dollar Gesamtschaden ist "Katrina" bislang der zerstörerischste Sturm, der jemals über die USA hinwegfegte.
Ein gemeinsamer Auftritt von McCain und Bush auf dem Parteitag ist nicht vorgesehen, auch hinter den Kulissen soll es kein Treffen geben. Die gegnerischen Demokraten mit ihrem Kandidaten Barack Obama werfen McCain vor, politisch für eine dritte Amtszeit Bushs zu stehen. Bereits seit seinem Sieg bei den Vorwahlen der Republikaner im März ist McCain nur sehr sporadisch mit Bush in der Öffentlichkeit aufgetreten.
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(AFP/vb)
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