Der Ex-RAF-Anwalt und heutige Neonazi Horst Mahler steht wegen Volksverhetzung vor Gericht. Dort beschimpft er Richter - und preist den Holocaust-Leugner Bischof Williamson.
Der wegen Volksverhetzung angeklagte Rechtsextremist und frühere RAF-Anwalt Horst Mahler hat in seinem Schlusswort vor dem Landgericht München den Richtern gedroht und den Holocaust wiederholt geleugnet.
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Der angeklagte Rechtsextremist Horst Mahler vor dem Landgericht in München. (© Foto: ddp)
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Der 72-Jährige bekundete am Dienstag in einem mehrstündigen Monolog Sympathie für den Holocaust-Leugner und ultrakonservativen Bischof Richard Williamson.
Angesichts der Kritik an Williamson sei die "Wut der Völker am Siedepunkt", erklärte Mahler. "Passen Sie auf, dass Sie sich daran nicht verbrühen", drohte er dem Gericht.
Den Holocaust habe es nicht gegeben, sagte er mehrmals. Die Staatsanwaltschaft wirft Mahler vor, in einem Internet-Video und auf einer CD den Holocaust geleugnet und zu Hass und Gewalt gegen Juden aufgestachelt zu haben.
Zudem habe er auf CDs ein Buch des verurteilten Holocaust-Leugners Germar Rudolf verschickt.
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer sechs Jahre Haft gefordert; die Verteidigung gab keine Strafmaßforderung ab.
Von einem Extrem ins andere
Der Vorsitzende Richter Martin Rieder forderte Mahler mehrmals auf, sein Schlusswort "in gebotener Kürze" zu halten.
Der angeklagte Rechtsextremist forderte immer wieder, das Gericht müsse zunächst beweisen, dass es den Holocaust gegeben habe.
Mahler ist bereits mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) und verbüßte nach seiner Festnahme eine langjährige Gefängnisstrafe.
Während seiner Haft wandelte sich Mahler vom Linksextremisten zum Rechtsextremisten.
2003 vertrat er die NPD im Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.
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(AP/gdo/odg)
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Ein Beitrag von mir befindet sich seit 10:57, d.h. seit nahezu drei (!) Stunden in der Warteschleife ...
;-)
Es würde mich der Gedankengang hinter Ihrem "Und da waren nicht nur Juden dabei, Sondern auch unsere Landsleute, die niemandem etwas getan haben" interessieren ...
Wer genau spuckt der dreijährigen Thu auf's Grab?
Die armen Richter. Wer die Reden der neuen Nazis mal in voller Länge gehört hat und ihre verschwurbelte Semantik, der weiß, warum da einiges als strafbar gilt. Zu Recht haben wir einige Passagen in unserem Grundgesetz, die das klar Regeln.
Einige hier im Forum lenken da gerne vom Thema ab. Was tut es hier zur Sache, welche Gesetze England hat, oder was die USA in Vietnam oder Japan angerichtet haben? Alles sehr schrecklich ja, hat aber mit Mahler nix zu tun! Das ist geübte Strategie der Rechten, alles aufrechnen. Da schwadronieren sie vom Bomben-Holocaust, nur um deutsche Kriegsverbrechen zu relativieren. Da werden die Opfer von Dresden nochmal zu Opfern, weil die neuen Nazis eine Projektionsfläche für ihren Unsinn brauchen.Und diesen Unsinn, das man über dieses und jenes nicht sprechen dürfe. Wenn ich das schon höre. Der Ton macht eben die Musik.Man kann in D über alles sprechen, ich hatte nuie das Gefühl es sei anders.
Und Deutsche gedenken den Opfern, auch deutscher Opfer! Dazu brauchen wir aber nicht die NPD.Wir können das mit WÜRDE tun, ohne diese neuen Nazis.
Das Mahler sich in dieser Gesellschaft wohlfühlt, ist nicht überraschend. Der erstaunte Betrachter wird auch von anderen seltsam anmutenden Sympathiebekundungen überrascht, bis er hinter die Aushängeschilder schaut und verblüffende Ähnlichkeiten in der Verachtung von Menschen findet.
Große Töne sind immer ein Zeichen der Schwäche. Egoistische Selbstherrlichkeiten lassen sich wirklich nicht mit einem Glauben vereinbaren, der die Liebe und Bescheidenheit als zentrale Säulen behandelt, auch wenn dies an manchen Vertretern der Amtskirche unbemerkt "vorbeiging".
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