Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hält an den Plänen für eine Mauterhöhung fest. Widerstand kommt aus den unionsgeführten Ländern.

Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat Kritik an der geplanten Erhöhung der Lkw-Maut zurückgewiesen. Die Argumente zögen nicht, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Von der Mauterhöhung würden letztlich die Verbraucher profitieren. "Wir wollen dieses Geld zu 100 Prozent in die Infrastruktur stecken", bekräftigte Tiefensee. So sollen vor allem Straßen, aber auch Wasser- und Schienenwege gebaut werden. Das komme auch den Spediteuren zu gute, sagte Tiefensee.

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Neuer Streit bahnt sich in Berlin wegen der geplanten Erhöhung der Lkw-Maut an. (© Foto: dpa)

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Nach seiner Einschätzung steht die Wettbewerbsfähigkeit der Spediteure nicht in Frage, da sie die höheren Kosten weitergeben könnten.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern kommen in Berlin zu einer Sondersitzung zusammen, um über eine Lösung im Maut-Streit zu beraten. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die durchschnittliche Maut 2009 von 13,5 Cent pro Kilometer auf 16,3 Cent steigen. Ältere Fahrzeuge mit einem hohen Schadstoffausstoß sollen stärker belastet werden. Das Geld soll vor allem der Verkehrs-Infrastruktur zugutekommen. Umwelt- und Verkehrsverbände haben sich teils für die Mautanhebung ausgesprochen. Tiefensee zeigte sich zuversichtlich, dass er die Bedenken der Länder ausräumen kann.

Vor allem in den unionsgeführten Ländern gibt es jedoch Widerstand gegen die Pläne des Bundes. Sie befürchten, dass Transportgewerbe und Wirtschaft angesichts der drastisch gestiegenen Dieselpreise die zusätzliche Belastung nicht verkraften könnten. Deshalb wird der Bundesrat vermutlich den Vermittlungsausschuss anrufen. "Das ist die wahrscheinlichste Lösung", sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Hein Daehre, der Berliner Zeitung. Im Moment sei eine große Mehrheit der Länder für eine Verschiebung der Maut-Erhöhung. Zudem dürfe das Speditionsgewerbe nicht außer acht gelassen werden, mahnte Daehre. Das Bundeskabinett hat die Maut-Erhöhung bereits beschlossen, die Länderkammer muss noch zustimmen. Das Thema soll bei der Bundesratssitzung am 19. September behandelt werden.

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(Reuters/AP/cp/bica)