Viele Tote und Verletzte, schockierende Fernsehbilder: In der chinesischen Provinz Xinjiang eskalierten Zusammenstöße zwischen Uiguren und Sicherheitskräften. Der Konflikt reicht weit zurück.

Die Uiguren sind ein muslimisches Turk-Volk mit etwa zehn Millionen Menschen. Mehr als acht Millionen von ihnen leben in der Region Xinjiang im Westen Chinas, einem ethnischen Konfliktherd.

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Exil-Uiguren in München - in China eskaliert nun der Konflikt. (© Foto: Robert Haas)

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Seit Peking das Gebiet im Nordwesten 1955 als "Autonome Region" organisierte und vermehrt Han-Chinesen ansiedelte, kämpfen die Uiguren für die Unabhängigkeit des ehemaligen Ostturkestans.

China macht die Separatisten für rund 300 Anschläge mit mehr als 160 Toten seit 1990 verantwortlich. Vier Uiguren-Gruppen wurden zu terroristischen Vereinigungen erklärt.

Menschenrechtsgruppen kritisieren, China unterdrücke die Volksgruppe mit Folter, Massenverhaftungen und Todesurteilen. Seit Mitte der neunziger Jahre wurden laut Amnesty International über 3000 Uiguren verhaftet und mehr als 200 hingerichtet.

Xinjiang grenzt unter anderem an Pakistan und Afghanistan und ist für Peking von großer strategischer Bedeutung. Die Region ist reich an Bodenschätzen wie Kohle, Gold und Uran. Es werden große Vorkommen von Erdöl und Erdgas vermutet. In dem Gebiet, das fast fünfmal so groß ist wie Deutschland, leben nur etwa 19,6 Millionen Menschen. Fast die Hälfte sind muslimische Uiguren, mehr als 40 Prozent Han-Chinesen - mit zunehmender Tendenz.

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(dpa/ihe)