Der nunmehr 52-Jährige regiert seit 1999 in Hessen. Seit 2009 koaliert die CDU wieder mit der FDP. Lange waren Koch bundespolitische Ambitionen nachgesagt worden. Mal galt er als jemand, der sogar Kanzler werden könnte, zuletzt war er im Gespräch als möglicher Bundesfinanzminister.

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Auch galt er als Anwärter auf den Posten eines EU-Energiekommissars - einem Wechsel nach Brüssel soll Koch aber nicht zugestimmt haben. So wurde der Weg für Günther Oettinger frei.

Nach der Landtagswahl 2008 war Koch stark angeschlagen und konnte seine Macht in Hessen nur sichern, weil die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti keine Koalition zustande brachte. Es wurde 2009 noch einmal gewählt, diesmal reichte es knapp für Koch.

Zuletzt machte der Mann aus Eschborn mit dem Vorschlag von sich reden, den Haushalt durch Einsparungen in der Bildung zu sanieren. Dafür erntete er heftigen Widerspruch in der eigenen Partei, selbst von Finanzminister Wolfgang Schäuble.

In Wiesbaden hatte es seit einiger Zeit geheißen, dass Koch seine Nachfolge rechtzeitig vor der Landtagswahl 2014 regeln werde. Am 11. Juni findet ein Landesparteitag der Hessen-CDU statt. Da wird er nun, ein erster Akt, seine CDU-Ämter zur Verfügung stellen. Angela Merkel wird es verschmerzen können.

Roland Koch aber ist mit sich im Reinen: "Ich gehe mit der Gewissheit, dass es ein Privileg ist, dass man selbst entscheiden kann, wann es genug ist."

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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/Reuters)