Die hessische SPD-Spitze hat den Weg zur Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung freigemacht. Ypsilanti will sich von der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen.
Die hessische SPD-Spitze hat den Weg zur Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung freigemacht. Sie legte den ersten Teil eines Fahrplans zum Machtwechsel fest.
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Andrea Ypsilanti nimmt einen zweiten Anlauf, das Zepter in Wiesbaden zu übernehmen. (© Foto: Getty Images)
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Der SPD-Landesvorstand beschloss in Frankfurt, den für 13. September geplanten Parteitag auf den 4. Oktober zu verlegen. Zuvor soll ausgelotet werden, ob eine Tolerierung durch die Linkspartei inhaltlich möglich ist. Die Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti sprach von einem "ergebnisoffenen Prozess".
Rücksicht auf Bayern
Ypsilanti begründete die Verlegung damit, dass die Partei Zeit brauche, um über eine Minderheitsregierung zu debattieren. Allerdings gilt die Verlegung intern vor allem als Zugeständnis an die bayerischen Parteifreunde sowie die Bundespartei. Beide Seiten hatten massive Auswirkungen auf das Ergebnis der bayerischen Landtagswahl am 28. September für den Fall befürchtet, dass die Hessen-SPD am 13. September über Koalitionsverhandlungen entschieden hätte.
Nach dem Beschluss soll die SPD-Basis vor dem Parteitag auf vier Regionalkonferenzen über die Bildung einer Minderheitsregierung debattieren. Die intern weit entwickelten Kriterien soll der geschäftsführende Landesvorstand erarbeiten, bevor sie am 3. September ein Landesparteirat beschließt. Sie sind die Grundlage, um mit der Linkspartei eine Tolerierung zu prüfen. Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung einigte sich der Landesvorstand darauf, dass Ypsilanti und ihr parteiinterner Rivale Jürgen Walter sie vorstellen sollen.
Verläuft der Prozess aus Sicht der SPD erfolgreich, soll der Parteitag am 4. Oktober Koalitionsverhandlungen mit den Grünen beschließen. Ihr Ziel sei, an diesem Tag "das Startsignal zu geben", sagte Ypsilanti. Über einen zweiten Parteitag etwa einen Monat nach dem 4. Oktober gab es keinen Beschluss. Nach internen Planungen könnte dieser Parteitag jedoch die Koalition absegnen. Ypsilanti könnte sich dann im November als Ministerpräsidentin im Landtag zur Wahl stellen. Der Vorstandsbeschluss fiel einstimmig bei einer Enthaltung.
Mehrere Optionen
Ypsilanti begründete ihr Vorgehen damit, dass man den Wählern "den Politikwechsel noch schuldig" sei. Mit ihrem Versprechen, nach der Wahl nicht mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, habe sie "eine harte Wahlaussage gemacht. Die würde ich heute nicht wieder so treffen", sagte sie. Der von ihr angekündigte Politikwechsel sei vollständig aber nur aus der Regierung umsetzbar.
Ypsilanti begründete, warum der Fahrplan nur bis zum 4. Oktober beschlossen wurde: "Wir wollen die Klöße einen nach dem anderen essen, damit wir uns nicht verschlucken. Damit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht." Ypsilanti war Anfang März bei ihrem ersten Anlauf zur Bildung einer Minderheitsregierung am Widerstand der SPD-Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger gescheitert.
Im Vorstandsbeschluss wird eine große Koalition neben der Bildung einer Minderheitsregierung als eine von zwei Optionen bezeichnet. Bei ihrem Parteitag Ende März hatte die Hessen-SPD eine große Koalition ausgeschlossen. "Das ist nicht meine Option", sagte Ypsilanti nun nach der Vorstandssitzung. Sie betonte, dass es sich um eine "hessische Entscheidung" handele. Die Landesverbände müssten selbst entscheiden, wie sie die Inhalte umsetzen könnten, für die sie gewählt worden seien.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 14.8.2008/vw/bica)
Stockender Kita-Ausbau
Ich zitiere Herrn SPD-Tiefensee ( in der Rheinischen Post vom 12.08.2008 ):
"Bundesverkehrsminister Tiefensee sagte, die SPD müsse ''alles dafür tun, dass sich die Linkspartei nicht etabliert''. Er finde es unerträglich, dass sich die Linke nicht mit Fragen der Verfolgung von Sozialdemokraten durch die SED nach 1945 auseinandersetze."
Die SED entstand zunächst einmal durch Vereinigung der SPD mit der KPD gegen den Willen der KPD-Mitglieder. Nochmal: Gegen die Minderheit der KPD-Mitglieder. Zuerst drängten die Sozialdemokraten Otto Buchwitz und Wilhelm Koenen, beide Landesvorsitzende der SPD Sachsen. Der erste Ministerpräsident der DDR war der Sozialdemokrat Otto Grotewohl. Otto Grotewohl war sogar Gründungsmitglied der deutschen Nachkriegs-SPD! Er ließ Kommunisten ebenso wie kritische Sozialdemokraten und sonstige Störenfriede unnachgiebig verfolgen, sogar illegal inhaftieren. "Bautzen" etc. Die Sozialdemokraten wurden also nicht "von Kommunisten" in Bautzen eingesperrt, wie Viele meinen und Frau Ypsilanti es ständig darstellen, sondern von Sozialdemokraten. Es war genau umgekehrt. "Die SED", als Rechtsnachfolger "Die Linke", ist also selbst eine Art SPD. Ehrlichere SPD.
SPD-Juristen pflegten auch in Westdeutschland nach meiner persönlichen Erfahrung einen leichtfüßigen Umgang mit dem Gesetz, wenn es der Verfolgung von Kritikern diente. Ich selbst wurde in Hamburg noch im Jahr 2000 nur wegen meiner Meinung von SPDs illegal inhaftiert.
Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ich bin Liberaler und nicht Kommunist. Liberale hatten es sogar in der DDR leichter als in SPD-Hamburg vor Schill. Ich wurde von SPD-Juristen mit erschwindelten Haftdokumenten illegal inhaftiert, weil ich zuviel Kritik an den sozialpsychologischen Feldversuchen der damaligen SPD-Drogenbordellmafia geübt habe. Statt dass diese "Sozialforscher" aufhören und solche Entscheidungen an die Ärzteschaft zurück geben, wollen sie ihre Experimente noch ausbauen, sagt dieser Tage die weiße Nichtraucherweste Sabine Bätzing von SPD-Ministerin Ulla Schmidt. "Um den Menschen besser zu helfen.". SPD-Heroin ist jetzt "Medizin" gegen Heroinsucht.
Ändert sich der Zeitgeist, dann sind wieder die Schwulen dran, oder die Zigeuner, ganz egal. Schon häufig musste ich Opfer der morallosen SPD-Beamtenmafia rechtlich vertreten. Wann hören die Sozialdemokraten endlich mit ihrer Zersetzung von Anstand und Ehrlichkeit auf, frage ich mich? Befriedigen Menschenexperimente vielleicht deren sexuelle Macht
Diese sog. zeitlichen Koinzidenzen finde ich ganz bezeichnend. Das wäre mir gar nicht einfach so in denn Sinn gekommen. Gut heraus gesucht!
Der Herr Rechtordnung könnte bei Gelegenheit erklären, wer denn die beiden Satiriker sind, die es besser nicht gekonnt hätten. Es ist ja nicht jeder Leser so firm, Satiriker alle dem Namen nach zu kennen.
» Wir wollen die Kröten eine nach der anderen essen, damit wir uns nicht verschlucken. «
na dann... ;-)
Sie können sich wohl denken, dass ich diesem Treiben nicht positiv gegenüber stehe.
Wenn es aber so ist, dass das nicht nur auf mich so zutrifft, sondern auch ein gewisser Teil der öffentlichen Meinung Bauchschmerzen mit dieser Entscheidung hat, dann sollte man auf derartige, nennen Sie es meinetwegen Kleinigkeiten, acht geben. Meine Meinung.
Ganz toll Ihr Vergleich. Könnte keiner besser machen, kein Bruno Jonas, kein matthias Richling.
Einfach klasse diese Satire.
Paging