Vor dem Parteitag der Hessen-SPD will Landeschefin Ypsilanti "Irritationen" ausräumen. Sie glaubt "fest" an ihre spätere Wahl zur Ministerpräsidentin.

Tagelang hatte der parteiinterne Streit geschwelt, doch bald sollen die Unstimmigkeiten ausgeräumt sein: Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti erklärte, die innerparteilichen Auseinandersetzungen schnell beenden zu können.

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Möchte Ministerpräsidentin des Bundeslandes Hessen werden: Andrea Ypsilanti (© Foto: dpa)

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"Ich bin ganz sicher, dass die Irritationen bis zum Parteitag am Samstag ausgeräumt sind", sagte Ypsilanti der Frankfurter Rundschau.

Dann entscheidet der Landesparteitag in Fulda über die Koalitionsvereinbarung mit den Grünen. Am Dienstag nächster Woche soll Ypsilanti zur Ministerpräsidentin gewählt werden.

Auf die Frage, ob sie genug Stimmen bekommen werde, sagte sie: "Ja, davon gehe ich fest aus."

Der stellvertretende hessische SPD-Vorsitzende Jürgen Walter hatte die Teilung des hessischen Verkehrsministeriums am Wochenende als "Riesenfehler" kritisiert. Zudem drohe beim Ausbau des Frankfurter Flughafens eine Verzögerung um "unbestimmte Zeit", hatte er gesagt.

Ausbau erst nach Gerichtsentscheid

SPD und Grüne hatten beschlossen, dass der Ausbau erst beginnen darf, wenn das Hauptsacheverfahren vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof abgeschlossen ist.

Dazu sagte Ypsilanti in dem Interview, sie sehe nicht, weshalb ein Warten auf die Hauptverhandlung beim Verwaltungsgerichtshof Ende 2009 Arbeitsplätze kosten solle. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel entscheidet über Klagen gegen den Bau einer neuen Landebahn.

Rot-Grün will erreichen, dass bis dahin nicht mit Rodungsarbeiten begonnen wird. "Es könnte maximal eine Verzögerung von acht Monaten geben", sagte Ypsilanti.

Die Gefahr von Schadenersatzforderungen sehe ich nicht. Fraport-Chef Wilhelm Bender hatte die rot-grünen Beschlüsse scharf kritisiert.

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(AP/odg)