Die nächste Landtagswahl in Hessen findet ohne die beiden SPD-Abweichler statt. Sie wollen definitiv nicht wieder für ihre Partei antreten.
Die hessischen SPD-Politiker Carmen Everts und Jürgen Walter bewerben sich nicht erneut um Kandidaturen für die Landtagswahl. Walter sagte der Süddeutschen Zeitung, er werde "definitiv nicht antreten". Nachdem der SPD-Bezirk Hessen-Süd ihm und Everts die Mitgliedsrechte zurückgegeben hatte, hatten es beide zunächst offengelassen, ob sie sich in ihren Wahlkreisen erneut als Kandidaten bewerben würden.
Bild vergrößern
Die hessischen SPD-Abweichler Carmen Everts und Jürgen Walter (© Foto: dpa)
Anzeige
"Würde ich antreten, würde dies vor allem in meinem Unterbezirk Wetterau zu einer extremen Polarisierung führen", sagte Walter. "Das wäre Gift für die Partei." Zumal lasse die SPD es offen, ob sie nach der Wahl mit der Linken zusammenarbeiten wolle. "Da bleibe ich dabei: Nicht das Versprechen vor der Wahl im Januar war falsch, kein Bündnis mit der Linkspartei zu schließen. Es war falsch, dass Andrea Ypsilanti dieses Versprechen gebrochen hat", so Walter.
Außerdem setze der neue Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel zwar "gute neue Schwerpunkte" in der Wirtschaftspolitik, doch wolle die Partei mit dem gleichen Wahlprogramm antreten und grundsätzlich an jener wirtschaftspolitischen Ausrichtung festhalten, die sich im Koalitionsvertrag mit den Grünen niedergeschlagen habe. "Das bedeutet, dass wieder wichtige Unternehmen und Infrastrukturprojekte wie der Ausbau des Flugplatzes Kassel-Calden zur Disposition stünden, sollte diese Politik umgesetzt werden. Für diese Wirtschaftspolitik will ich nicht als Kandidat werben."
Die Wetterauer Unterbezirksvorsitzende Nina Hauer sagte der SZ, Walter trage mit seinem Verzicht dazu bei, "dass die Partei in seinem Wahlkreis zur Ruhe kommen und nach vorn blicken kann. Das wissen wir zu schätzen." Der Unterbezirksvorstand hatte bereits einen anderen Kandidaten vorgeschlagen.
Auch in Everts' Wahlkreis hatte der Unterbezirksvorstand sich für einen anderen Kandidaten ausgesprochen. Everts begründete ihren Verzicht in einem Brief an die Partei ebenfalls damit, dass die SPD sich weiter offen in Richtung der Linken zeige. Auch sie verwies auf die "Polarisierung", die sie mit einer Kandidatur erzeugt hätte, und bemängelte, die Landes-SPD setze sich nicht genügend für den Wirtschaftsstandort Hessen ein. Sie vernachlässige damit die gesellschaftliche Mitte. Everts und Walter hatten sich mit ihren Kolleginnen Dagmar Metzger und Silke Tesch geweigert, SPD-Landeschefin Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu wählen. Gegen beide laufen weiter Parteiordnungsverfahren.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Hessen-SPD Vorsicht nach dem Zorn 24.11.2008
- SPD: Austritt von Clement Allein mit sich und seiner Linie 25.11.2008
(SZ vom 27.11.2008/dafü)
Bilder des Tages
Mal abgesehen davon, dass Sie meine Beiträge nicht verstehen oder verstehen wollen, (ich geb das jetzt auch auf), möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass Sie zweimal das Wort "Looser" verwendet haben und ich der Meinung bin, wenn man mit englischen Ausdrücken um sich wirft, sollte man sie wenigstens richtig schreiben. Den "Looser" gibt es nicht. 'looser' ist der Komperativ von loose und heißt etwa "lockerer". Und das meinen Sie ja wohl nicht. Das ist nicht "Sprachschöpfung", sondern mangelnde Sprachkenntnis.
seriös wie die Deutsche Stimme (am anderen Ufer)
nur tendenziöser gesinnungsjournalismus
27.11.2008 14:27:01
carlotta.v: selbstaendig
Ich sehe, Sie sind gesperrt? Hätte Ihnen gerne ins GB geschrieben, um die Anderen nicht zu nerven.
*Die Schreibweise eine Wortes hat mit dem Behaupten falscher Dinge absolut nichts zu tun!!!!! *
Die Schreibweise an sich nicht, aber die Lüge, warum man ein Wort angeblich "absichtlich" falsch schreibt.
...................................................
Hochverherte gnädige Frau,
wie kann ich Ihre Gunst wieder erlangen?
Wie schön doch, wenn man sich nur über den Looser aufregen kann, dann zeigt man allen, daß man keiner ist --- oder doch einer ist?
Ich bin Sprachschöpfer, aber kein loser Looser, denn so ist der deutsche Begriff für einen Menschen mit lockerem Lebenswandel oder einem, der zuerst ein Los zieht (der Loser) bequem zu unterscheiden von dem Verlierer (dem Looser).
Wer ist Ihnen denn lieber für einen netten Abend, ein Loser oder ein Looser?
Ich weiß nicht ob ich bei einem Abend da das große Los ziehen würde, wenn Sie so rechthaberisch sein wollen und eigensinnig.
Mit freundlichen Grüßen
selbstaendig
"den größten Teil der Presse können Sie nämlich in dieser Hinsicht dann gleich in den Mülleimer wandern lassen."
Besser könnte ich es auch nicht formulieren. :)
nun, Netfiddler - an Ihren Ansprüchen gemessen, ist dieser Artikel geradezu vorbildlich, was die Nennung der Quellen anbelangt - den größten Teil der Presse können Sie nämlich in dieser Hinsicht dann gleich in den Mülleimer wandern lassen.
Paging