Diskreter Besuch: Wie ein Vertrauter von CDU-Ministerpräsident Koch die Sozialdemokratin Tesch vor der gescheiterten Ypsilanti-Wahl umwarb.
Vor dem im vergangenen Jahr gescheiterten Regierungswechsel in Hessen hat die CDU-Landesregierung offenbar versucht, Einfluss auf eine SPD-Parlamentarierin zu nehmen.
Vier gegen Ypsilanti: (v.Li.) die SPD-"Rebellen" Metzger, Walter, Everts und Tesch (© Foto: ddp)
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Die damalige sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Silke Tesch bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass es Ende Oktober ein Treffen mit Regierungssprecher Dirk Metz gab, einem der engsten Vertrauten des damals nur geschäftsführend amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch. Sie bestritt zwar, dass Metz ihr konkret die Bildung einer eigenen Fraktion im Landtag vorgeschlagen habe - allgemein aber habe er dieses Thema angesprochen.
Tesch und Metz trafen sich kurz vor der geplanten Wahl der damaligen hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin. Zu diesem Zeitpunkt stand gerade fest, dass Teschs politischer Verbündeter Jürgen Walter nicht Wirtschaftsminister werden würde, was den pragmatischen SPD-Flügel empört hatte.
Tesch, Walter sowie Carmen Everts und Dagmar Metzger verweigerten Ypsilanti dann Anfang November die Stimmen und verhinderten eine von der Linken tolerierte rot-grüne Regierung.
"Metz hatte seit Wochen und Monaten versucht, mit mir einen Gesprächstermin zu finden, ich hatte zwei- oder dreimal abgelehnt", sagte Tesch der SZ. Als Metz dann seine Mutter in Siegen besucht und Tesch benachrichtigt habe, dass er in der Nähe sei, habe sie sich von ihrem Wohnort Breidenbach aus auf den Weg gemacht.
Misstrauen "von beiden Seiten"
Sie habe mit Metz "ein Gespräch ohne größere Inhalte" geführt, das aus "einem gegenseitigen Abtasten" bestanden habe, "misstrauisch von beiden Seiten".
Angesichts des bevorstehenden Regierungswechsels habe Metz gesagt, "er müsse sich einen Job suchen und habe sich zum ersten Mal in seinem Leben eine eigene E-Mail-Adresse angelegt", sagte Tesch: "Vielleicht wollte er von mir wissen, ob ich Andrea Ypsilanti nicht wähle, aber er hat mich das nicht gefragt."
Allerdings habe Metz "von der Siegener Stadtpolitik" gesprochen. Dort hätten mehrere Politiker eine eigene Fraktion gebildet. "Ich will deshalb nicht beschwören, ob er mir indirekt die Frage gestellt hat, wie ich zu einer eigenen Fraktionsgründung stehe", sagte Tesch. "Konkret hat er das aber auf keinen Fall getan."
CDU und FDP hatten damals im Landtag keine Mehrheit. Metz bestätigte die Darstellung: Er habe "erzählt, dass in Siegen vor mehr als 20 Jahren angesehene SPD-Kommunalpolitiker aus Verärgerung über den Linkskurs der dortigen Sozialdemokratie eine eigene Wählergruppe gebildet haben, die bis heute dem Stadtparlament angehört".
Unterdessen widersprach Jürgen Walter Berichten, wonach er und andere der SPD-Rebellen die Gründung einer neuen Partei erwögen. Das sei "völlig an den Haaren herbeigezogen" und "frei erfunden", sagte er der SZ. Es gebe "keinerlei Bestrebungen dieser Art, weder bei mir noch bei den anderen dreien".
Zu Meldungen, es habe deswegen Kontakte zum früheren SPD-Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement gegeben, sagte Walter, er habe mit Clement einmal per E-Mail Kontakt gehabt, es habe aber "nie ein Gespräch über eine Parteigründung gegeben".
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 10. August 2009/odg)
Stockender Kita-Ausbau
Kann man die (deutsche) Politik noch ernst nehmen............
Ich möchte diese Kommune and not Community an eine andere Schlagzeile dieser Rubrik in der heutigen Online-Ausgabe dieser zeitung erinnern.
"POLITIK IST EIN LOTTOSPIEL"
Jawohl, so ist es... Daß hierbei alles außer Habgier, Macht und Mißbrauch geteilt wird, war mir klar. Es sthet in dem obigen Bericht auch drinn... Das Zwist schüeren unter den Möchtegern-Sozies hat geklappt... Was war der mögliche Zuganspunkt...? Eine Ziehung -nicht der Lottozahlen, sondern- der zu besetzsenden Pöstchen im Y-Kabinaett... Da hat man das ganze Konstrukt der Fr. Y. von innen zerbürmt, zermürben können, weil die damals ach so gewissen geplagten Möchtegern-Sozies ihre pöstchen sich nicht sicher waren... Vielleicht hat man sie auch so eingelullt, daß sie in einer großen Koalition auf ihre Pöstchen auf jedenfall hoffen können, ja wenn..., wenn Fr. Y. nicht da gewesen wäre... Man, könnte ich hierüber ein Polit-Thriller Konstrukt aufbauen... Nur die Verlage des Konglomerats würden sich alle verweigern, denke ich... Da kann man sehen; ich Fange auch an zu träumen... Träume sind schön und das Fleisch ist schwach... So daß Korrupties hüben wie drüben für ihre Träume alles tun... Daß es mit den Sozies einiges gaaanz im Argen lag, hättten die Menschen wissen müssen und sie wissen es auch... Das, was Schröder geschrotet hat, hatte sich nicht Einmal Kohl-Regierung vorstellen können... Aber ein Sozie...? Der war in den Gehirnen immer Sozial, Legal (Stichwort: Schwarze Konten des einen Helmut in Switzerland), Liberal, staatlich loyal etc, was hieße, den Staat nicht in jedem Falle ausverkaufen zu wollen... Was war.. Wissen wir ja! Harz1,2,3,4 dann der Riester im Auftrage der Versicherungwirtschaft, mit einer 70 Tsnd- Gage/Vortrag.
Was schänlich ist... Da die Gazetten des Konglomerats alle Samt vorab wußten, wie schlimm Fr. Y. für H. gewesen wäre und wie Gut Mr. K. im gegenteil... Weswegen sie auch die Hessen so über fast ein Jahr konditioniert haben, daß sie ihren Hächer wählem mußten... Als einer der 1.Maßnahmen wurden nartürlich die lange von Y. verhinderten Studiengebühren eingeführt... Ach was war das Wahlkampfthema in den Gazzeten des Konglomerats... Fr. Y. angebliche Wortbruch... Na ja, bei dem Thema, blieb ja den Hessen auch nichts anders übrig...
Ferner... Sozialdemokraten Willi's, Wähner's Schlag, hätten sich auch nicht träumen lassen, daß ihr Mitglied zum Energielobiesten aufgestiegen wäre... Ja, Ja... Geld soll ja Charackter verschlimbessern. Also! Italien ist näher, als....
Ja, Helden oder Verräter? Gibt es in der Politik reine Motive? Es reicht doch, eine Landtagsmehrheit, die linke Schläger impliziert, zu verhindern... Oder war Schröders Nein zum Irak-Krieg so heldenhaft widerständig? Wohl kaum... Tante XY hat sich selbst aus dem Flugzeug geschubst...
http://ethischer-realismus-workgroup.blog.de/2009/08/10/rueckkehr-geistes-tante-xy-6690745/
@ rokna: richtig, zB ein molotowwerfender Taxifahrer...
Ich bin keine Freundin Ypsilantis, durch die aber mal wieder klar wurde, dass Intrigantentum nicht zur "Macht" verhelfen kann.
Ich bin aber auch nicht für die vier "SPDler", die rechtzeitig hätten ankündigen können, dass sie Ypsilantin ihre Stimme versagen würden - das war das Hinterhältige.
Mich wundert es allerdings auch, dass sie noch keine CDU-Mitglieder sind, aber .... vielleicht will die CDU sie auch nicht als Mitglieder haben: Der Verrat wird geliebt, aber nicht der Verräter!
Paging