Die Grünen-Vorsitzenden Roth und Bütikofer appellieren an die FDP, in Hessen eine Ampel-Koaltion mit der SPD zu schließen. Ein Bündnis mit der Linkspartei kommt für sie nicht in Frage.
Die Grünen haben an die FDP appelliert, in Hessen eine Ampel-Koalition zu schließen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sei abgewählt worden, nun gelte es, eine neue parlamentarische Mehrheit zu finden, sagte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth in Berlin. "Da müsste auch noch einmal die FDP in sich gehen. Eine Partei, die von sich sagt, sie sei liberal, hätte die Möglichkeit ein Bündnis mit SPD, mit Grünen zu schließen."
Grünen-Vorsitzende Claudia Roth über eine mögliche Koalition mit der FDP: "Eine Partei, die von sich sagt, sie sei liberal, hätte die Möglichkeit ein Bündnis mit SPD, mit Grünen zu schließen." (© Foto: dpa)
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Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende Reinhard Bütikofer. Die FDP müsse sehen, dass nach dem Wahlsonntag eine Mehrheit mit ihrem Wunschpartner Union nicht wahrscheinlicher geworden sei. Das bürgerliche Lager werde die große Koalition nicht ablösen können. "Das muss die FDP mal analysieren, dafür muss man ihr Zeit geben", sagte Bütikofer.
Beide Grünen-Vorsitzende schlossen eine Zusammenarbeit mit der Linken in Hessen erneut aus. Was vor der Wahl gesagt worden sei, müsse auch jetzt weiter gelten, sagte Bütikofer: "Es kann keine Koalition oder Tolerierung geben."
Bütikofer stellte inhaltliche Bedingungen für eine Regierungskoalition in Hessen. Sie müsse eine andere Schulpolitik und eine andere Energiepolitik ermöglichen und "bei der Integration nicht spalten. Das sind aus meiner Sicht die wichtigsten Dinge, die uns das Wahlergebnis mitteilt." Er fügte an: "Ich würde keine Regierung mitmachen, bei der diese Ziele nicht ansatzweise realisierbar sind."
Auch die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, steht einer möglichen Ampel-Koalition in Hessen aufgeschlossen gegenüber. Rot-Grün sei für ihre Partei zwar immer die erste Option, sagte sieim RBB-Inforadio. "Aber: Schauen wir mal, wie weitere Entwicklungen sind."
Schließlich sei es die FDP, die sich bewegen müsse. "Die haben in Hessen ein gutes Ergebnis, weil sie den Ärger gegenüber der CDU - die sehr spalterisch aufgetreten ist - aufgenommen haben. Das wird auch nicht immer so sein."
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(AP/dpa/bica/jj)
Ok, auch keine Zustimmung... würde sich mal jemand bequemen, mir Gegenargumente zu liefern, anstatt immer nur "negativ" zu klicken? Nicht, daß mich das persönlich kränken würde, aber so kommt irgendwie kein interessanter Dialog auf.
Meine Prognose hab ich ja genannt:
GroKo unter Führung eines anderen CDU-Mannes. Ist ja auch nicht so abwegig, wo die GroKo auf Bundesebene schon existiert.
Hui, nur negative Bewertungen für meinen Beitrag. Ist niemand sonst der Meinung, daß die FDP sich, gemessen an ihren ursprünglichen Positionen, einseitig verhält? Was ist aus Bürgerrechten, Gleichberechtigungsthemen und ähnlichem geworden? Da schweigt die FDP seit Jahren; und um gegen Schwulenunterdrückung in Polen zu demonstrieren, findet sich auch nur ein grüner Politiker. Alles Themen, für die die FDP genauso stehen sollte. SOLLTE. Aber es gibt halt nur noch Wirtschaftsliberalisten in dieser Partei.
Die FDP könnte durchaus unter Wahrung ihres Gesichts eine Ampelkoalition ins Spiel bringen, allerdings nicht in der Rolle des Pferdeknechts für das rotgrüne Traumpaar.
Gemäß dem Wahlergebnis müsste eine Ampel so sein, wie sie nach ihrer Eigenart ist, nämlich rot - gelb - grün. Die FDP müsste klarstellen, dass sie der Juniorpartner ist, während die Grünen dann eben doch der kleine Bruder sind. Es wäre interessant, ob SPD und Grüne dann noch die Ampel favourisieren würden.
Die FDP ist durchaus in der Verantwortung, durch dieses Dreierbündnis eine Regierbarkeit des Landes Hessen zu ermöglichen und ihre eigene Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Oder will die FDP irgendwann als Wurmfortsatz der Union untergehen und rot-grün-dunkelrot als einzige mögliche Mehrheit jenseits der Großen Koalition zurücklassen?
Da können Sie noch so lange tippen: daraus wird nix, denn die SPD wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, würde sie gerade jetzt auf ihre neue, excellente Powerfrau Ypsilanti zugunsten eines so windigen Partnerrs wie Jung (Mitglied der "Schwarze-Kassen- und Jüdisches Vermächtnid-Connection" sowie Möchte-Gern-Zivilflugzeug-Opferer) verzichten. Die CDU in Hessen "hat fertig" als Regierungspartei und das sollten außer Ihnen auch Ihre Freunde Koch, Jung und Bouffier langsam begreifen...
@ Rokna
Falsch, denn in den Ampelkoalitionen in den 90er Jahren ist die FDP extrem schlecht weggekommen, was auch ein Grund ist, weshalb die FDP richtigerweise zu Ihrer Aussage vor der Wahl stehen und nicht in eine Ampel gehen wird.
Mein Tipp: Eine Koalition unter Jung - Walter
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