Die hessische Linke verliert kurz vor der Neuwahl ein ebenso prominentes wie umstrittenes Mitglied. Ex-Spitzenkandidat Pit Metz kehrt der Partei mit schweren Vorwürfen den Rücken.

Nach zahlreichen Parteiaustritten zum Jahreswechsel verliert die hessische Linke nun ein ebenso prominentes wie umstrittenes Mitglied. Pit Metz verlässt die Partei und erhebt kurz vor der Neuwahl schwere Vorwürfe gegen sie.

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Hält den Zustand der Linkspartei in Hessen für "unheilbar desolat": Pit Metz (© Foto: ddp)

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Der kurzzeitige Spitzenkandidat für die Landtagswahl im vergangenen Jahr war erst vor vier Monaten in den geschäftsführenden Landesvorstand gewählt worden.

In seiner Austrittserklärung schreibt Metz, er nehme den Zustand des Landesverbands "als unheilbar desolat" wahr: "Die innere Verfasstheit der hessischen Linken erlebe ich auf der menschlichen Ebene, also im persönlichen Umgang untereinander als katastrophal und in ihren politischen Auswirkungen als verheerend."

Die innerparteiliche Situation sei von einem "Panorama des Elends" geprägt, schreibt Metz und nennt als Beispiele "üble Nachreden, Verschwörungstheorien, Anfertigen von Dossiers", außerdem "Fragekataloge wie in einem Verhör eines Verbrechers" sowie "Aufforderungen, den Psychotherapeuten oder wahlweise den Neurologen aufzusuchen, Anzeigedrohungen, Nachtretereien, Lügen, das Unterstellen von Lügen".

Seit längerem werfen Mitglieder der hessischen Linken-Spitze vor, sie binde die Basis nicht genügend ein.

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(SZ vom 07.01.2009/hick)