Baden-Württemberg ist für einen Fragebogen für einbürgerungswillige Ausländer scharf kritisiert worden. Hessen will nun keinen solchen Einbürgerungstest, sondern plädiert für eine Auseinandersetzung mit Geschichte, Kultur und Gesellschaft.
Hessen will nun doch nicht einen Einbügerungstest nach dem umstrittenen Muster des Landes Baden-Württemberg einführen. "Hessen möchte keinen Fragebogen machen", sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) am Sonntagabend in der ARD.
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Es gehe viel mehr darum, die Frage der Integration durch obligatorische Kurse intelligent mit dem Einbürgerungsverfahren zu verknüpfen. "Ich möchte grundsätzlich für jeden Daueraufenthalt vorher verbindlich einen Integrationskurs."
Jeder, der Deutscher werden wolle, müsse sich ernsthaft mit den geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Grundlagen auseinandersetzen.
Bouffier sprach sich gegen eine spezielle Verpflichtung für Moslems aus, einen Integrationskurs zu machen: "Ob der nun aus Indien kommt, aus Ecuador oder aus einem arabischen Land: Es wird für alle die gleichen Grundbedingungen geben."
Baden-Württemberg ist für einen Fragebogen für einbürgerungswillige Ausländer scharf kritisiert worden. In dem Test sollen unter anderem die Fragen beantwortet werden, ob ein Mann seine Frau schlagen darf, wenn sie nicht gehorsam ist, oder wie der Antragsteller reagieren würde, wenn er erfährt, dass sein Sohn homosexuell ist.
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(AFP)
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