Im Wahlkampf hat Roland Koch noch vor den Plänen von SPD, Grünen und Linkspartei zum Flughafenausbau gewarnt. Doch Unkenrufe vor den Linken sind nicht immer berechtigt.
Zehn Monate ist es her, dass in Hessen ein Sturm der Entrüstung losbrach. SPD und Grüne hatten sich soeben darauf geeinigt, nach dem Ausbau des Frankfurter Flughafens mit Hilfe der Linkspartei doch noch ein Nachtflugverbot einzuführen.
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Roland Koch: Im hessischen Wahlkampf hat der CDU-ler vor den Plänen von SPD, Grünen und Linkspartei gewarnt. Jetzt muss er nachbessern. (© Foto: dpa)
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CDU und FDP malten daraufhin den Untergang des Hessenlandes an die Wand: Eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses gefährde das gesamte Projekt. Nun aber vertritt der Kasseler Verwaltungsgerichtshof exakt jene Position, für die SPD und Grüne damals als Wirtschaftsfeinde gegeißelt wurden.
Die geplante Minderheitsregierung kam bekanntlich nie zustande, doch aus dem Richterspruch lässt sich eine Erkenntnis ableiten, die über Hessen hinausweist. Überall dort, wo auf Landesebene rot-rote Bündnisse möglich sind, wird es künftig ähnliche Debatten geben.
Im Saarland ist das schon jetzt der Fall, dort warnt die CDU vor wirtschaftlichem Stillstand und bundespolitischer Isolation, sollte die Linkspartei nach der Wahl in einer Woche mitregieren.
Die Kasseler Entscheidung mag ein Einzelfall sein, doch sie zeigt, dass manche Warnungen vor einer linken Koalition in den Ländern an der Realität vorbeigehen.
Anders als auf Bundesebene geht es in der Landespolitik nicht um die großen ideologischen Linien, abgesehen von der Bildung. Es geht größtenteils um Handwerk, das gut ausfallen kann oder eben schlecht. Das hat viel mit Kompetenz zu tun und weniger mit Parteizugehörigkeit.
Der Frankfurter Flughafen wäre auch unter Rot-Grün-Rot ausgebaut worden, obwohl Grüne und Linke im Grundsatz gegen dieses so richtige wie bedeutende Vorhaben waren. Der hochgelobte Polit-Handwerker Roland Koch hingegen muss jetzt kräftig nachbessern.
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(SZ vom 22.08.2009)
Russland unter Putin
Das Urteil ist für Ihro Blasiertheit nur eine unbedeutende Unpässlichkeit auf dem Weg grenzenlose Skrupellosigkeit als politische Tugend zu kultivieren.
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Wenn es nach der CDU/F.d.P.-Regierung in Hessen geht, haben Bürger- und Anwohnerinteressen gegen den Ausbau und der Nachtflugerlaubnis das Nachsehen.
Der Standort "fraport" darf nicht gefährdet werden. Es geht um Wirtschaft, Wachstum und somit um Bares, was auf Umwegen (Aufsichtsräte,etc.) auch wieder in die Taschen der politischen Befürworter landet.
Wir brauchen noch mehr Einfluss dieser Kräfte, damit der Marktradikalismus nicht länger am Bürgerwillen scheitern kann. Am Ende wird man dann linke Mehrheiten nicht mehr fürchten und eine Phase der Besinnung wird dieses Volk ereilen und Koch & Partner in den verdienten Ruhestand schicken. Bis dahin müssen die Gerichte Schlimmeres verhindern.
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