Michael Kruse, Triathlet, Ironman und Klimabotschafter, Schwerin. Eine Idee war, Michael Kruse auf den Gipfel des Kilimandscharo zu schicken. Es gingdarum, "die Völker Afrikas" für erneuerbare Energien aus Mecklenburg zu werben. Afrika wird ein Thema sein in Heiligendamm, deshalb hat Kruse auf dem Uhuru Peak, 5895 Meter hoch, bei Windstärke zehn und minus 20 Grad eine Fahne mit dem Aufdruck "Mecklenburg Vorpommern MV tut gut" entrollt, die er im Rucksack auf den Gipfel transportiert hatte. Eine Kamera hat alles gefilmt. Dann lud er, symbolisch natürlich, Afrika nach Wietow ein. Wietow liegt nahe Wismar und hat ein Solarzentrum. Nach dem G-8-Gipfel wird es in Wietow eine Klimakonferenz geben. Fischefangen in der Bugwelle.
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Michael Kruse hat sehr blaue Augen und eine tiefbraune Haut. Trotzdem haben die Kinder in Moshi, am Fuße des Berggipfels, ihn Weißnase genannt. "Guckt mal, da kommt die Weißnase", riefen sie und lachten. "Bist du der Bruder von Schwarzenegger?", fragten andere, weil Kruses Stirn ein bisschen kantig ist. Michael Kruse hat auf Hawaii gekämpft, in Costa Rica, in Sibirien und Oman. Er hat von der Welt schon einiges gesehen. Die Armut in Afrika aber sei bestürzend, sagt er. "Die Leute da brauchen erst mal was auf dem Tisch, ich meine: einfach was zu essen."
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