Rund 30.000 Demonstranten erwarten die Behörden zum G-8-Gipfel in Heiligendamm - 3000 von ihnen werden als gewaltbereit eingestuft. Ein Teil der Gipfelgegner plant unterdessen andauernde Blockaden rund um den Tagungsort.

Globalisierungsgegner haben Blockaden mehrerer Straßen rund um den G-8-Gipfel in Heiligendamm angekündigt. Vom 6. Juni an werde es "Massenblockaden" auf den Zufahrtsstraßen zum Gipfel geben, teilte die Kampagne Block G8 am Samstag mit. Die Blockaden sollen bis mindestens 7. Juni dauern.

Ein Protestplakat gegen den Gipfel in Heiligendamm (© Foto: dpa)

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Auch am Flughafen Rostock-Laage seien Blockaden geplant, teilte das Bündnis weiter mit. Diese Aktion organisiere der Block G8 nicht, er stehe aber "grundsätzlich in einem solidarischen Verhältnis" zu ihr.

Die Sicherheitsbehörden rechnen unterdessen mit 30.000 Demonstranten, wie der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD) laut Zeitung "B.Z. Am Sonntag" sagte.

3.000 davon seien der Einschätzung zufolge bereit und gewillt, Wege zu blockieren und den Sicherheitszaun zu überwinden. Deshalb sei ein hoher Sicherheitsmaßstab notwendig, sagte Edathy.

Kontrollen an Deutschlands Grenzen

Die Deutschen und ihre Gäste müssen sich für die Zeit des G-8-Gipfels auf Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union einstellen. Wie die Bundespolizei mitteilte, können die Kontrollen - abhängig von der Sicherheitslage - sofort beginnen.

Kontrolliert werden sollen Einreisende an den Land- und Seegrenzen sowie auf den Flughäfen - insbesondere auch am Flughafen Frankfurt/Main.

Ziel sei, die Anreise potenzieller Straf- und Gewalttäter nach Deutschland zu verhindern. Beeinträchtigungen für den grenzüberschreitenden Verkehr seien aber nur punktuell zu erwarten, hieß es.

Die Bundespolizei wies ausdrücklich auf die Verpflichtung hin, dass gültige Papiere bei einem Grenzübertritt immer mitzuführen seien. Sie bat Reisende, die Gültigkeit ihrer Ausweise (Personalausweis, Reisepass, Kinderausweis) nochmals zu überprüfen. Kinder benötigten ab Geburt einen Kinderausweis oder Kinderreisepass.

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(AP/dpa)