Überraschende Anerkennung im Parlament: Die Kanzlerin hat Schröders Agenda 2010 gewürdigt. Der Aufschwung in Deutschland sei Lohn des Reformkurses des Altkanzlers - und der Großen Koalition.
Zur Halbzeit der Legislaturperiode hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine positive Bilanz der Regierungsbilanz der Großen Koalition gezogen. Mit Blick auf den Wirtschaftsaufschwung und den Rückgang der Arbeitslosigkeit sagte Merkel am Mittwoch in der Generaldebatte des Bundestages zum Haushalt 2008: "Deutschland hat wieder allen Grund zur Zuversicht." Es gebe zwar keinen Grund zu Übermut, aber zu Selbstvertrauen, sagte Merkel.
Überraschendes Lob von der Kanzlerin: In der Generaldebatte lobte Merkel den Kurs der SPD-geführten Vorgängerregierung (© Foto: AP)
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Insbesondere lobte Merkel den Kurs ihres Amtsvorgängers Gerhard Schröder (SPD). Der Aufschwung sei "der Lohn der mit der Agenda 2010 eingeleiteten Reformen", erklärte die Kanzlerin und ergänzte: "auch der Lohn dieser Bundesregierung". Er sei vor allem aber Ergebnis der Arbeit der Bürger und Unternehmen.
Deutschland könne aus eigener Kraft die Versäumnisse der letzten eineinhalb Jahrzehnte aufarbeiten, sagte die CDU-Vorsitzende. "Das ist die Botschaft der Zuversicht an die Menschen." Es sei eine "großartige Erfolgsgeschichte", dass Deutschland den Aufbau Ost und die Globalisierung gleichzeitig bewältigt habe. "Das ist kein Wunder, sondern Lohn für harte Anstrengungen."
Plädoyer für Online-Durchsuchungen
Ihre Regierung habe mit der Politik des Sanierens, Reformierens und Investierens die Weichen richtig gestellt, sagte Merkel. Es gebe keinen Grund zu Übermut, aber zum Selbstvertrauen. Auf dem Erreichten könne man sich aber nicht ausruhen, sagte die Kanzlerin: "3,7 Millionen Arbeitslose sind 3,7 Millionen Arbeitslose zu viel."
Damit "alle Menschen am Aufschwung teilhaben", erarbeite die Bundesregierung neue Wege der Arbeitnehmer-Beteiligung am Investivkapital. Die Vorschläge würden in den nächsten Wochen vorgestellt, kündigte Merkel an.
In der zweiten Hälfte der Legislaturperiode wolle sich die Regierung insbesondere um eine solide Finanzpolitik bemühen. Darüber hinaus würden mit einer neuen Ausrichtung der Energie- und Klimapolitik Arbeitsplätze der Zukunft geschaffen, so Merkel.
Trotz des anhaltenden Streits in der Koalition zeigte sich die Kanzlerin zuversichtlich, dass die Online-Durchsuchung von Computern kommen werde. Sie sei optimistisch, dass es gelingen werde, die Befugnisse des Bundeskriminalamtes in der Terrorbekämpfung in einem Gesetz zusammenzufassen, so Merkel. "Ich verhehle nicht, dass für mich auch die Online-Durchsuchung dazu zählt", fügte die Kanzlerin hinzu.
Kanzlerin fordert Verlängerung aller Afghanistan-Mandate
Merkel befürwortete die Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Afghanistan. Die Schutztruppe müsse so lange im Land bleiben, bis die afghanischen Sicherheitskräfte Herr der Lage würden. Zu dem Anti-Terror-Einsatz "Operation Enduring Freedom", der von großen Teilen der Bevölkerung, SPD-Politikern und der Opposition heftig kritisiert wird, sagte Merkel: "Diese Sorgen nehme ich sehr ernst." Sie verwies aber darauf, dass der Einsatz durch UN-Resolutionen und auch von der afghanischen Regierung gedeckt sei.
Zu Forderungen der CSU nach einem Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kleinkinder zu Hause erziehen, erklärte die Kanzlerin, dass der Ausbau der Krippenbetreuung bis 2013 Priorität habe. Danach könnten "auch die, die sich anders entscheiden" ein Betreuungsgeld bekommen.
Auch SPD-Fraktionschef Peter Struck zog eine positive Bilanz von zwei Jahren Schwarz-Rot. "Diese Koalition hat eine Menge auf den Weg gebracht", sagte er. Die Agenda 2010 von Altbundeskanzler Schröder habe die Grundlagen für den Abbau der Arbeitslosigkeit und die Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme gelegt.
Ferner erklärte Struck, die Koalition habe in den nächsten zwei Jahren noch eine Menge zu tun. Nach der Bundestagswahl 2009 sei es dann - nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern wegen des demokratischen Wechsels - Zeit für eine neue Koalition.
Nachdrücklich verteidigte Struck die Rente mit 67. Es müsse zwar gesehen weren, welche Möglichkeiten es für Teilrente oder Altersteilzeit gebe, sagte er in der Debatte. "Trotzdem stehen wir zu dieser Entscheidung. Sie wird nicht rückgäging gemacht."
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- Debatte im Reichstag Breitseite von Links 12.09.2007
(AP/dpa/Reuters)
Schon fast eine Überdosis!
Bloß nicht weich werden.
Gute und christlich denkende Menschen werden in einem nur unzureichend christianisierten Land ganz schnell untergebuttert.
Solange mit Zinsen Geld verdient wird, bleibt das genau so und nicht anders.
Man möge sich das mal durch den Kopf gehen lassen, aber Zinsen verhindern eine reale Wertordnung, nachdem weder die Zahl der Güter noch die immobilen Werte durch Rumstehen steigen können.
Es müssen Menschen Arbeit hineinstecken. Und diese Arbeit muss entlohnt werden.
Dadurch dass mit Zinsen Geld zu mehr Geld gemacht werden kann, indem es irgendwo auf einer Bank herumliegt, muss die Wertschöpfung durch Menschenhand immer schlechter bezahlt werden, um auch noch den Teil der geleisteten Wertschöpfung in Geld umzuwandeln, der an Anleger, Banken, Geldgeber und deren Zinsen etc. ausbezahlt wird.
Und deshalb wird auf dem zinsbasierten Geldsystem immer der betrogen, der arbeitet, weil er nie den vollen Anteil daran erhält, sondern neben Steuern und Abgaben auch die Kapitalwelt miternähren muss.
Jetzt hätte sie es fast geschafft.
"Deutschland könne aus eigener Kraft die Versäumnisse der letzten eineinhalb Jahrzehnte aufarbeiten, sagte die CDU-Vorsitzende." Die Versäumnisse der letzten eineinhalb Jahrzehnte? Können sich noch alle daran erinnern, welche Partei die meiste Zeit während der letzten eineinhalb Jahrzehnte regiert hat? Und ausgerechnet die CDU-Vorsitzende lobt den politischen Gegner dafür, den Anstoß für die Aufarbeitung dieser Versäumnisse gegeben zu haben.
Während mir noch der Kopf schwirrt und ich versuche, mir einen Reim daraus zu machen, wird mir beim Weiterlesen klar, was der Zweck dieser Verwirrung ist: Er soll vom nächsten Schlag ablenken: "Plädoyer für Online-Durchsuchungen" und "Kanzlerin fordert Verlängerung aller Afghanistan-Mandate". Nein! Hoffentlich lässt sich der Koalitionspartner nicht so sehr verwirren, dass er da zustimmt!
Bitte doch nicht die Augen davor zu verschließen, was in mehr oder weniger spektakulären Fällen abgelaufen ist: Tarifflucht, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf breiter Front, nur als Beispiel Telekom, wie gesagt aber sehr viel unbemerkte vergleichbare Maßnahmen der Unternehmen. Mag ja sein, daß der eine oder andere besser wegkommt im sogenannten Aufschwung, in aller Regel ist das aber die Ausnahme. Klar hat dabei der Wegfall des Ostblocks als konkurrierendes System eine große Rolle gespielt. Klimatisch möglich gemacht hat das aber binnenwirtschaftlich rot-grün, allen voran Schröder, einer der Hauptgewinnler war und ist Clement, wir könnten noch einen Bogen zu Rürup spannen, aber der "kleine Mann" wird abgezockt.
....erhebliche Verbesserungen für Hartz IV Empfänger bringen.
Also habt noch etwas Geduld ihr ewigen Nörgler und Langzeitarbeitslosen und Nicht Vermittelbaren. Denn immerhin dürft Ihr ja dann noch !!!! frei wählen.
Aber bitte vergesst bei Eurer Entscheidung dann die zurückliegenden Jahre nicht !
Paging