Hartz-IV-Empfänger Gunther Clemens zeigte den Vizekanzler wegen Beleidigung an. Bis heute kämpft er mit den Folgen.
Leise und unsicher klingt Gunther Clemens gut vier Wochen nach der Anzeige gegen FDP-Chef Guido Westerwelle. "Das nimmt mich psychisch alles total mit", sagt der 42-Jährige. Der Hartz-IV-Empänger hatte Strafanzeige gegen den Außenminister und Vizekanzler gestellt, weil er sich durch dessen Äußerungen zu Hartz IV persönlich beleidigt gefühlt hatte und dies in einem Interview mit sueddeutsche.de begründet.
Hartz-IV-Empfänger Gunther Clemens kämpft nach seiner Anzeige gegen FDP-Chef Guido Westerwelle weiter ums Überleben mit dem Regelsatz - und den psychischen Folgen der Anzeige. (© Foto: privat)
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Westerwelle hatte sich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Hartz-IV-Satz für Kinder über die "spätrömische Dekadenz" echauffiert, die seiner Ansicht nach unter deutschen Empfängern von sozialen Hiflsleistungen herrsche. Gunther Clemens, der seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf diese Hilfestellungen angewiesen ist, sich aber nebenbei um Arbeit bemüht, findet dies empörend.
Durch gesundheitliche Probleme in der Hartz-IV-Falle
Denn Gunther Clemens war nicht immer auf Hartz IV angewiesen. Der Mann aus Leer war viele Jahre als selbständiger Möbelschreiner tätig, nebenbei betrieb er einen Kurierdienst. "Die Geschäfte liefen gut - allerdings habe ich den Fehler gemacht, mehr als 50 Prozent der Aufträge von einem einzigen Kunden zu übernehmen. Als der Pleite ging, riss er uns mit in den Ruin", erinnert sich Clemens.
"Das war eine große seelische Belastung, dann kamen gesundheitliche Probleme dazu und schon war ich in der Hartz-IV-Falle." Bandscheibenvorfälle, Knieprobleme und Migräne führten dazu, dass Clemens eine Umschulung zum Reiseverkehrskaufmann abbrechen musste. Hartz IV war für den Niedersachsen die letzte Möglichkeit, sich und seine Familie zu versorgen.
Denn auch seine Frau ist neben ihrem 400-Euro-Job bei einem Discounter auf Hartz IV angewiesen. "Es ist wirklich schwer, über die Runden zu kommen", sagt Clemens und erzählt von den vielen Wünschen, die er seiner 15-jährigen Tochter abschlagen muss. Die würde gerne mal in den Urlaub fahren, "aber eigentlich reicht es immer nur für Balkonien", seufzt er.
Die Familie lebt in einem kleinen Einfamilienhaus. Das wenige Geld, das am Ende des Monats übrig bleibt, legt Clemens lieber für die Zukunft seiner Tochter auf die Seite: "Sie möchte ihr Abitur machen und Fotografie oder Grafikdesign studieren. Um ihr das zu ermöglichen, würde ich auf fast alles verzichten."
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FKK-Slackliner Alexander Schulz
Höchste Zeit, dass die UNO-Resolution zur Bestrafung von Korruption in der Politik von unseren Volksvertretern endlich ratifiziert wird und INSM und Co. von unserem Verfassungsschutz beobachtet werden....
sein Name ist Kurt Schumacher !
Zitat dann zu ihm:
"Bereits im Sommer 1945, kurz nach Kriegsende, verkündete Kurt Schumacher in einem Aufruf, daß die Sozialdemokratie keine Veranlassung habe, für den geschwächten Parteikörper der Kommunistischen Partei den Blutspender abzugeben und auf irgendeinen Annäherungsversuch der Kommunisten auch nur andeutungsweise einzugehen. Auf die von Freunden und Gegnern der Sozialdemokratie immer wieder gestellte Frage, ob denn Sozialdemokraten und Kommunisten nicht eigentlich Brüder seien, antwortete Kurt Schumacher unmißverständlich: Auch Kain und Abel waren Brüder! Bekanntlich hat Kain seinen Bruder Abel erschlagen. Immer wieder, unbeirrbar und geradezu beschwörend, warnte Kurt Schumacher in Wort und Schrift vor der kommunistischen Bündnispolitik, das heißt vor jeder Art der Gemeinsamkeit, der Aktionseinheit von Demokraten mit Totalitären und Diktatoren. mit Feinden der Freiheit, mit Verächtern von Menschenrechten. "Mit Knechten kann man nicht von Freiheit reden!", hatte Kurt Schumacher den Kommunisten zugerufen. Noch vier Wochen vor seinem Tode stellte Schumacher in einer Rundfunksendung kategorisch fest, daß die Sozialdemokratische Partei geschlossen die Aktionseinheit mit den Kommunisten ablehnt, denn - so argumentierte Kurt Schumacher - man kann die Demokratie nicht zusammen mit Anhängern der Diktatur verteidigen."
Und daran hat sich auch nichts geändert!
"Mit Knechten kann man nicht von Freiheit reden!"
Der Preis der Freiheit ist Wachsamkeit, das gilt auch nach außen, also global, wie früher ja auch.
B. D.
James Madison, einer der Chefdenker der sogenannten Demokratie sagte einmal: "Erstes Ziel ist es, die wohlhabende Minderheit gegen die Mehrheit zu schützen." Das war im 18 Jahrhundert. Das Prinzip hat sich nicht geändert.
Ups, tolle Sache .......
Der Siggi G., das ist doch ein toller Kerl, dem nimmt man das auch gleich ab, ganz unbesehen, wenn er das so sagt .......
Pop-Musik vom S. Gabriel, wat 'n Dingen !
B. D.
Ein wunderbares Zitat - als ultimative Antwort auf die von Westerwelle angeschobene "spätrömische Dekadenz"-Diskussion ...
Belegt dieses Zitat doch einmal mehr, dass es heute in unserer Gesellschaft die "Lumpenelite" (Zitat Sigmar Gabriel) ist ... die sich unangemessen arrogant und überheblich als "Leistungsträger" miss-versteht ... nachdem sie sich durch gezielte Bestechung, durch grenzwertige Einflussnahme ... und dank der Korrumpierbarkeit von Gewerkschaftern, Politikern und sogar Parteien ... unseren ganzen Staat zur Beute gemacht hat !!!
Es gibt wahrlich keine hässlichere Entartung, wie Cicero bereits vor über 2.000 Jahren (!!!) richtig erkannt hatte, als jene Entartung, die unsere heutige NEOCONservative "Lumpenelite" (Zitat Sigmar Gabriel) an den Tag legt ... die Politik, Gewerkschaften und Verwaltung korrumpiert, die die öffentliche und die veröffentlichte Meinung in unserer Mediengesellschaft dominiert und kontrolliert ... die ihr genehme Gesetze und Reformen inzwischen direkt oder indirekt selbst entwickelt, initiiert und sogar durch eigene Lobbyisten in Ministerien selber ausformuliert ...
Und nachdem unsere "Lumpenelite" (Zitat Sigmar Gabriel) die Einkommensgerechtigkeit und die Steuergerechtigkeit bereits dergestalt - Gemeinwohl und Sozialstaat gefährdend - verändert hat ... macht sie sich aktuell auch daran, das Solidarprinzip abzuschaffen und die Verteilungsgerechtigkeit als Leistungsgerechtigkeit umzudefinieren ...
"Keine Staatsform bietet ein Bild hässlicherer Entartung, als
wenn die Wohlhabendsten für die Besten gehalten werden." ...
Paging