Bundesarbeitsminister Scholz hat eine Zusammenarbeit der Hamburger SPD mit der Linken ausgeschlossen. Mit keiner Partei gebe es so viele Differenzen.

"Wir haben gesagt, mit denen nicht: weder als Koalition noch als verhandelte Tolerierung noch irgendwie zufällig", sagte der Hamburger Olaf Scholz der Financial Times Deutschland. "Dabei bleibt es auch." Für die Bundesebene stellte Scholz klar: "Wir haben mit keiner Partei so viele Differenzen wie mit der Linken."

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Die SPD-Spitze hat am Montag den Weg für eine Kooperation mit der Linkspartei in Hessen und damit auch in anderen westdeutschen Bundesländern freigemacht. Der Beschluss stellt es Hessens Kandidatin Andrea Ypsilanti frei, mit Linken-Stimmen Regierungschefin zu werden.

Scholz forderte jedoch die FDP auf, in Hessen mit der SPD über eine Koalition zu verhandeln. "Wer sagt, das kommt gar nicht in Betracht, handelt schwer verständlich und nicht verantwortlich." Angesichts des Schwenks der Bundes-CDU hin zu einer schwarz-grünen Koalition in Hamburg müsse sich die FDP wie eine schlecht behandelte Geliebte fühlen: "Sie steht treu zur CDU in Hessen und die bändelt schon mit dem Grünen an."

Erste Gespräche zwischen CDU und SPD

Unterdessen wollen sich CDU und SPD in Hamburg Anfang kommender Woche zu ersten Gesprächen über eine mögliche Koalition in der Hansestadt treffen. "Die CDU hat uns ein Sondierungsgespräch angeboten Anfang nächster Woche. Wir werden dieses Sondierungsgespräch auch führen", sagte SPD-Landeschef Ingo Egloff am Montagabend nach einer SPD-Vorstandssitzung. Verhandlungsführer seien SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann und er selbst.

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(Reuters/dpa/sekr)