Sie schlugen ihn mit der Faust und besprühten ihn mit Pfefferspray: Drei NPD-Anhänger haben in Hamburg einen dunkelhäutigen Mann angegriffen - der Brite hatte zuvor ein Flugblatt der Partei zerrissen.
Drei Anhänger der rechtsextremen NPD haben einen dunkelhäutigen Mann in Hamburg geschlagen und mit Pfefferspray verletzt. Der Brite musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden, teilte die Polizei in der Hansestadt mit.
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Das 46-jährige Opfer lebt nach Angaben der Polizei in Hamburg, besitzt aber die britische Staatsbürgerschaft. Der Mann hielt sich am Samstag mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn an einem Bäckerstand auf. Dort verteilten die drei 20, 33 und 43 Jahre alten Männer Flugblätter der NPD.
Als der Brite das Papier zerriss, kam es zunächst zu einem ruhigen Gespräch. Dann jedoch drängte ihn das Trio laut Polizei an die Glasscheibe des Bäckerstandes.
Einer der mutmaßlichen Täter schlug wiederholt mit der Faust auf seinen Oberkörper ein, ein anderer sprühte mehrfach Pfefferspray in seine Augen.
Nach der Attacke flüchteten die Männer, die Polizei konnte sie aber kurze Zeit später in der Nähe des Tatorts fassen. Die Beamten nahmen ihre Personalien auf und setzten sie wieder auf freien Fuß. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Auch nach der Attacke von rund einem Dutzend Männer auf drei Ausländer im nordsächsischen Taucha sind die mutmaßlichen Angreifer wieder auf freiem Fuß. "Die Hintergründe der Tat sind noch ziemlich unklar", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig am Montag. "Die Tatverdächtigen bestreiten im Wesentlichen den Vorhalt."
Als tatverdächtig gelten elf junge Männer zwischen 18 und 22 Jahren. Sie sollen am Wochenende nach dem Besuch eines Stadtfestes in Taucha auf die Ausländer losgegangen und ausländerfeindliche Parolen gebrüllt haben. Ein 23-jähriger Libanese stürzte zu Boden und wurde getreten und geschlagen. Als zwei Polizisten einschritten, griffen die Männer auch die Beamten an und demolierten einen Streifenwagen.
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(sueddeutsche.de/dpa/aho)
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