Über die Spendenskandale deutscher Parteien konnten Österreichs Politiker nur lachen. Nicht nur der Alpen-Ayatollah Haider bediente sich ungeniert am großen und kleinen Geld. Doch Schlaraffenland ist abgebrannt.
Helmut Kohl, Roland Koch, Wolfgang Schäuble - wären sie Österreicher, sie wären alle gänzlich unbescholtene Leute. Klebrige Geldflüsse und peinliche Verschleierung, die einst die berüchtigte CDU-Spendenaffäre ausgemacht haben, sind in dem Nachbarland weder eindeutig untersagt noch von Strafe bedroht. Entsprechend amüsiert und befremdet zugleich verfolgte man damals in Wien das politische Erdbeben in Deutschland, zumal das schlechte Gewissen in Spendensachen denkbar schwach schlägt. Derlei sei doch üblich und ganz normal, so die schulterzuckende Reaktion.
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Nahm gerne Geschenke vom Revolutionsführer: Der verstorbene Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider. (© AP)
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Kabarettistisch anmutende Regeln
Der tote Alpen-Ayatollah Jörg Haider, einst Schreckgespenst der etablierten Parteien Österreichs, tut deshalb posthum seiner Heimat seinen vielleicht einzigen nachhaltigen Gefallen: Die Affäre um angebliche Haider-Geheimkonten in Liechtenstein und der Schweiz mit Millionen aus dubiosen Quellen hat die wurstige Kritiklosigkeit gegenüber dem Parteiengesetz dröhnend beendet.
Die Stichhaltigkeit der Vorwürfe bedarf zwar noch dringender Klärung. Erschrocken haben sich dennoch sozialdemokratische SPÖ und christsoziale ÖVP, die Großkoalitionäre in Wien, darauf verständigt, noch dieses Jahr per Gesetz den undurchsichtigen Spendenwildwuchs zu roden.
Österreichs Parteien werden ohnehin vom Steuerzahler großzügigst alimentiert. Sie beziehen über Parteienförderung und Wahlkampfkostenerstattung umgerechnet fast das Doppelte des in Nachbarländern und im europäischen Durchschnitt Üblichen. Darüber hinaus gelten fast schon kabarettistisch anmutende Regeln: Kleines Geld ist gar nicht zu deklarieren.
Nur Spenden jenseits von 7260 Euro - die krumme Summe errechnet sich aus einstmals 100.000 Schilling - müssen deklariert werden. Der Spender wird aber nur dem Präsidenten des Österreichischen Rechnungshofs genannt, der darüber schweigen muss.
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in der Immobilie des Freundes und AWD-Gründers Maschmeyer.
Das geht , liebe SZ das geht wirklich ?
Von wegen keine Korruption bei der deutschen Politik .
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Die Frage sollte lauten,warum kommen diese Dinge erst heute heraus ? Hat man diese Verbindungen nicht sehen wollen, oder gar koennen ? Der Skandal mit der Alpina Bank und die Umstaende mit denen der Bayrische Finanzminster darin verstrickt sind ist ein Beispiel dafuer. Auch das es moeglich war das J. Haider mit soviel Promille unterwegs war,zeigt klar und deutlich wie unsere 2. Klassen Gesellschaft funktioniert. Uebrigens,sagte man fruer wie heute,Gleichgesinnte finden immer zu sammen. Frage warum wird der Herr Gadafi so von allen hofiert ? Er hat Geld und alle wollen mit ihm Geschaefte machen.
Ihr Artikel enthält nichts weiter, als Spekulationen, Mutmaßungen und uralte Antipathie gegen Herrn Haider. Er ist bestenfalls geeignet, um die Ernennung zum SZ-Ayatollah voranzutreiben.
Der und seine Partei sind die Nachfolger der Partei die sich um die Wäscheleinen Halter kümmerte!Solche Typen sollten nie mehr in politische Verantwortung kommen!
Der Typus Partei der schon 1938 die Unternehmer unterstützten weil sie dachten sie hätten die Partei im Griff!Korrupt und rückwärts gewandt!Wiederlich!
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