Der Chefankläger beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, erwägt offenbar, einen Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten al-Baschir zu beantragen - UN-Generalsekretär Ban warnt vor den negativen Konsequenzen eines solchen Schritts.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich gegen eine juristische Verfolgung des sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir wegen Völkermords in der sudanesischen Region Darfur ausgesprochen.

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Eine Anklage hätte "sehr ernsthafte negative Auswirkungen auf den Einsatz zur Erhaltung des Friedens", sagte Ban Ki Moon der Pariser Zeitung Le Figaro. Das schließe den politischen Prozess ein. Die UN bemüht sich um eine Kooperation al-Baschirs bei der Befriedung Darfurs.

Der Chefankläger beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, will im Laufe des Montags neue Ermittlungsergebnisse zum Darfur-Konflikt vorlegen. Medienberichten zufolge erwägt er, einen Haftbefehl gegen al-Baschir zu beantragen.

Der Ankläger beschuldigt die sudanesische Regierung, arabische Milizen finanziell und mit Waffen zu unterstützen, die in Darfur die schwarzafrikanische Bevölkerung terrorisieren. Im Darfur-Konflikt sind nach Schätzungen bereits 300.000 Menschen getötet worden. Die Arabische Liga hatte gewarnt, eine Anklage gegen al-Baschir würde den Konflikt verschärfen.

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(dpa/plin/gal)