Verteidigungsminister Guttenberg wird wegen der Entlassung eines kritischen Generals angegriffen. Doch für seine politische Zukunft dürfte ein anderer Fall entscheidender sein.
Vielleicht wäre Karl-Theodor zu Guttenberg gut beraten gewesen, den Brigadegeneral Henning Hars erst mal auf eine andere Stelle zu versetzen, statt ihn gleich in den Ruhestand zu schicken.
Die Kritik an Karl-Theodor zu Guttenberg wegen der Personalie Hars ist vielleicht nicht berechtigt - Mitleid mit dem Verteidigungsminister aber auch nicht. (© Foto: dpa)
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Dann hätte er sich eine neuerliche Diskussion darüber erspart, ob er Manns genug ist, in seinem Stab und in der Truppe auch jene zu dulden, die in militärischen und personalpolitischen Fragen anders denken als der sich schneidig gebärdende Minister.
Wer die Quasi-Entlassung verlässlich bewerten will, muss den Text jenes Schreibens kennen, das der General vergangenes Jahr in das Verteidigungsministerium geschickt hat. Sollte er tatsächlich dem Minister mehr oder minder deutlich Fehlverhalten attestiert und ihm in klaren Worten einen Rückzug vom Amt nahegelegt haben, wäre eine Trennung gerechtfertigt.
Kein Mitleid mit Guttenberg
Jeder führende Angestellte einer Schraubenfabrik, jede Oberärztin einer Klinik müsste bei vergleichbarem Umgang mit Vorgesetzten damit rechnen, dass ein solches Verhalten zu personellen Konsequenzen führt. Mitleid mit Guttenberg, auf den nun viele einprügeln, ist nicht angebracht, auch wenn sich seine Entscheidung im Nachhinein als geboten herausstellen sollte.
Der Minister hat sich selber mit seinem Hin und Her in der Affäre um die Bombardierung des Tanklastzuges in Kundus und der ursprünglich äußerst fragwürdig begründeten Entlassung von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan in zweifelhaften Ruf gebracht.
Über die politische Zukunft Guttenbergs entscheidet nicht die Personalie Hars. Vielleicht aber der Fall Schneiderhan. Und der ehemalige Generalinspekteur wird jetzt reden - am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Bundestages.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 15.03.2010)
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dass Gutenberg/ Frau Bismarck in Deutschland wieder was zu sagen zu haben meinen! Die Familie Bismarck hat Deutschland nichts gutes Gebracht und wer die genauen geschichtlichen Fakten kennt, weis dass Bismarck die Saat zu den zwei nach ihm folgenden Uhrkatastrophen gesät hat! Viele Nachkommen der im Spiegelsaal von Versailles versammelten haben heute wieder die Fäden in der Hand. Hoffen wir mal, dass sie gelernt haben und Deutschland nicht wieder ruinieren!
@ TEDDIY
Mag nicht jede Formulierung passend erscheinen: Der Inhalt stimmt.
Die Personalia
Schröder
KTG
Westerwelle,
sicher auch Niebel und Rösler, und hinsichtlich der Verbraucherpolitik auch Aigner, wären sehr kritisch zu hinterfragen.
Um wenn man sieht, dass Ramsauer einen befreundeten Chemie-Professor an die Spitze des Bahn AG-Aufsichtsrates hievt, was soll man da noch sagen?
Allerdings: 27.9.2009 wurde vom Volk das mehrheitlich so ( von der Richtung her, zumindest ) so gewollt.
Die SPD-Minister Steinmeier, Steinbrück, Scholz, Tiefensee haben jedenfalls aus meiner Sicht recht solide und gute Arbeit "abgeleifert". Nicht ohne Grund würde die Mehrheit wieder eine GroKO sich wünschen.
Und, dies sei mir als Nachsatz oder -frage noch erlaubt: Welcher Opelianer hätte Grund, dem Wirtschaftsminister KTG nachzutrauern?
.... und zwar einer in spe, Vad mit Namen, wird weit mehr Schicksal spielen. Dieser bewunderer des Faschistenpfilosophen Carl Schmitt hockte und hockt im Kanzleramt und koordinierte offenbar den Umgang mit dem Kunduz-Massaker. Weil er es so gut tat, wird er befördert.
Merken Sie sich den namen: Oberst erich Vad.
Danke für Ihren Hinweis auf die "mächtigen Seilschaften", die v&zG so ziemlich jede Rückendeckung, d.h. Narrenfreiheit geben, egal was er anstellt!
Ihr Hinweis auf das den allermeisten Deutschen abgehende -oder erfolgreich ausgetriebene?- Geschichtsbewusstsein trifft zwar "den Nagel auf den Kopf", ABER scheint die Tatsache zu übersehen, dass Deutschland auch 60 Jahre nach Ende des verlorenen Krieges noch immer BESETZT ist - was den allermeisten Deutschen -insbesondere aber unseren Politikern- ebenfalls nicht bewusst zu sein scheint!
Paging