Die USA wollen in den kommenden Tagen rund zwei Dutzend Gefangene aus dem umstrittenen Hochsicherheitslager Guantanamo freilassen, wie am Montag aus dem Verteidigungsministerium in Washington verlautete.
Aus welchen Ländern die 20 bis 30 betroffenen Gefangenen kommen, wurde nicht bekannt. Auch ob unter ihnen einige der festgehaltenen Jugendlichen sein sollen, war unklar.
Anzeige
Die Gewährsleute im Pentagon betonten, die Entscheidung zur Freilassung sei unabhängig von einer Aufforderung des Außenministeriums von Mitte April. Der Schritt sei schon vor vier Wochen geplant worden. Außenminister Colin Powell hat das Pentagon aufgefordert, schneller über die Freilassung der in Guantanamo auf Kuba gefangen gehaltenen Terrorverdächtigen zu entscheiden.
In einem Schreiben an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld stellte er nach Angaben aus dem Pentagon die fortdauernde Inhaftierung von rund 660 Verdächtigen aus 42 Ländern in Frage.
Seit Einrichtung des Lagers im Januar 2002 wurden lediglich 23 Fälle bekannt, in denen Gefangene freigelassen wurden. Unter den Freigelassenen befanden sich ein psychischer Kranker und ein über 70-Jähriger. Die Gefangenen werden verdächtigt, Verbindungen zur Organisation al-Qaida von Osama bin Laden oder den afghanischen Taliban zu haben.
Das Pentagon hat genaue Angaben über die Zahl der Gefangenen, deren Namen und weitere Einzelheiten abgelehnt.
(sueddeutsche.de/dpa)
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Stockender Kita-Ausbau