Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat die Verhörmethoden der CIA als Folter eingestuft. Dies legt ein bisher geheimer Bericht offen.
Laut einem bislang geheimgehaltenen Bericht hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CIA als Folter eingestuft, die dieser unter der Regierung von George W. Bush im Gefangenenlager Guantanamo und in Geheimgefängnissen angewendet hatte.
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Ex-Präsident Geroge W. Bush hinterlässt viele Fragen darüber, was im Gefangenenlager Guantanamo tatsächlich passiert ist. (© Foto: AFP, Archivbild)
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Auszüge aus dem Dokument hat die New York Review of Books veröffentlicht. Die USA hatten dem IKRK Zugang zu 14 Gefangenen erlaubt, nachdem diese 2006 aus CIA-Gefängnissen nach Guantanamo verlegt worden waren. Die Männer, die den Geheimdiensten als zentrale Figuren im internationalen Terrorismus galten, schilderten laut dem Bericht auffällig ähnlich Misshandlungen, die nach Einschätzung des IKRK "grausame, inhumane und erniedrigende" Behandlungen darstellten und gegen die Genfer Konvention verstießen.
In einem weiteren Bruch mit der Politik der Vorgängerregierung strich die Regierung Obama den Begriff "feindlicher Kämpfer" zur Bezeichnung der Insassen des Gefangenenlagers in Guantanamo aus dem offiziellen Vokabular. Dennoch beansprucht auch Präsident Obama das Recht, die Inhaftierten ohne Verfahren unbegrenzt festhalten zu lassen.
Das gelte für alle, denen eine Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 vorgeworfen werde, oder "die Teil der Taliban oder von al-Qaida waren oder sie wesentlich unterstützt haben", hieß es in einer Erklärung des amerikanischen Justizministeriums.
Das Ministerium hatte sie auf Drängen von US-Gerichten abgeben müssen, vor denen Anwälte der Inhaftierten auf einen fairen Prozess geklagt haben. Gegner des Gefangenenlagers reagierten enttäuscht auf die Einlassungen.
Allerdings unterscheidet sich die Rechtfertigung für die Inhaftierung deutlich von der Begründung Bushs. Der hatte sich auf sein Recht als Oberkommandierender berufen. Obama indes beruft sich auf das internationale Kriegsrecht, das die Gefangennahme und Internierung feindlicher Kräfte erlaube.
Anders als Bush will die neue Regierung offenbar auch nur Gefangene weiter festhalten, denen eine "wesentliche" Unterstützung der Terrorgruppen vorgeworfen werden kann. Allerdings wurde in den Gerichtsunterlagen der Begriff "wesentlich" nicht weiter ausgeführt.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 17.03.2009/akh)
Die Verantwortlichen beim Roten Kreuz sollte man am besten gleich wegen Unterstützung zur Folter gleich mit einsperren, jetzt.. wo kein Hahn mehr nach Bush kräht, trauen sie sich aus den Löchern und klagen an, hatten wohl vorher die Hosen voll, die Herren des Roten Kreuzes"
hey... wo ist mein kompletter Text ?
weg damit !
Ihre Frage v.16.3. 18:32 ist mehr als berechtigt.Obama ist nichts als ein Etikettenschwindler.Lediglich das sprachliche Etikett wird verändert - bei gleichem Inhalt. Und die andächtige Gemeinde folgt ihm.Aber das befürchtete ich angesichts seiner vielen Schlenker während des Wahlkampfes und seines opportunen Sich-nach-dem- Wind-Drehens schon immer.In den USA scheint die Schonfrist für ihn aber zu Ende zu gehen. Neulich lernte ich einen für mich neuen Ausdruck auf CNN im Zusammenhang mit Obama: "He is speaking out of both sides of the mouth." (In etwa: Er spricht mit gespaltener Zunge).
In der New York Times v. 16.3.2009 ein sehr lesenswerter Artikel von William Glaberson und Steven Erlanger:"Europe's Hedging on Inmates Clouds Plans for Guantanamo".(Leicht online aufzufinden)
Hier wird die zunehmende Skepsis europäischer Staaten betr. Aufnahme von Guantanamo-Insassen geschildert. Kritisiert von europäischer Seite wird vor allem, daß die USA äußerst sparsam mit Informationen zu den einzelnen Häftlingen sind (die amerikanische Seite scheint uns Europäer nach wie vor als Lakaien zu betrachten). Man wisse somit nicht, was man sich mit dem einen oder anderen bei dessen Aufnahme im eigenen Land einhandle.Man mag über Schäuble denken, wie man will:Gut fand ich seine im Artikel zitierte Position:
"Germany's interior minister, Wolfgang Schäuble, has suggested publicly that if Guantanamo detainees pose no security risk, there is no reason the United States should not take them."
Bravo, ich bin fürs Verursacherprinzip bei der Lösung von Problemen, die man selber geschaffen hat.
Der normale Bürger weiß, das die USA systematisch foltern oder foltern lassen. Irgendwann hat das IKRK mal was mitbekommen und dann einen geheimen !! Bericht erstellt, der nach der Abdankung der Bushregierung "veröffentlicht" wird. Warum hat das IKRK nicht seine Macht benutzt, die Menschen informiert und etwas unternommen, um die Folter zu verhindern? Nein, das IKRK hat durch sein Schweigen Folter gebilligt und damit unterstützt !
Paging