Von Reymer Klüver, Washington

Politdeal des Präsidenten: Warum Barack Obama die mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher nun doch vor ein Militärtribunal stellen soll.

Nach übereinstimmenden Berichten amerikanischer Medien steht das Weiße Haus vor einer Kehrtwende in der Frage, wie mit den Gefangenen von Guantanamo umgegangen werden soll.

Barack Obama USA Guantanamo Gefangene Terrorismus Reuters

Regiert seit Anfang 2009 die USA: Präsident Barack Obama (© Foto: Reuters)

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Im Gegensatz zum Rat von Justizminister Eric Holder tendieren die engsten Berater von Präsident Barack Obama offenbar dazu, die mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 nun doch vor ein Militärtribunal stellen und nicht vor ein ordentliches ziviles Strafgericht.

Hintergrund dürfte ein möglicher Handel mit Abgeordneten beider Parteien im Kongress sein, die einen ordentlichen Strafprozess ablehnen.

Sollte Obama ihnen in dieser Frage entgegenkommen, könnten sie als Gegenleistung dem geplanten Kauf eine Hochsicherheits-Gefängnisses für die Gefangenen von Guantanamo im US-Bundesstaat Illinois zustimmen und so die Schließung des Internierungslagers ermöglichen.

Eine Entscheidung wird in den kommenden zwei Wochen erwartet.

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(SZ vom 6. März 2010/odg)