Weil Spannungen mit China drohen, möchte die Regierung die für Deutschland vorgesehenen Guantanamo-Häftlinge anderswo unterbringen.
In der Frage einer möglichen Aufnahme von Guantanamo-Gefangenen in Deutschland spielt die Bundesregierung jetzt auf Zeit. Sie möchte zunächst klären, ob die von den USA vorgeschlagenen Aufnahmekandidaten nicht anderswo leben könnten. Die Häftlinge, die nach Ansicht der US-Regierung künftig in Deutschland leben sollen, sind ausschließlich Uiguren.
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Eingang zum US-Gefängnis Guantanamo auf Kuba: Die deutsche Regierung spielt auf Zeit (© Foto: AP)
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Auf der Liste, die in der vergangenen Woche von dem US-Gesandten Dan Fried an das Auswärtige Amt übergeben wurde, stehen neun Namen, alle sind Uiguren und damit chinesische Staatsbürger. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus gut unterrichteten Regierungskreisen. Zwischenzeitlich war vermutet worden, dass auf der Liste auch Gefangene aus anderen Ländern, etwa Syrien, stehen könnten.
Die Unterlagen, die Fried in Berlin übergeben hat, enthalten kursorische Erläuterungen dazu, ob die Uiguren Mitglieder in islamistischen oder gewaltbereiten Gruppen waren, ob sie Terrorlager besucht haben oder an Waffen ausgebildet wurden. Die Aufstellung geht allerdings nicht ins Detail. Das Bundesinnenministerium soll prüfen, wie gefährlich die Männer tatsächlich sind.
USA, Asien oder anderswo
In Regierungskreisen hieß es allerdings, dass mit dieser Untersuchung erst dann begonnen werde, wenn feststehe, warum die Uiguren nicht anderswo leben könnten, also in den USA, in Asien oder einem anderen europäischen Land. "Die Frage ist: Welchen besonderen Grund gibt es dafür, dass diese Gefangenen in Deutschland leben müssen", hieß es in Berlin.
Die Kriterien, die für eine Aufnahme in Deutschland sprächen, wären demnach, dass die Guantanamo-Gefangenen hier geboren worden seien, hier längere Zeit gelebt oder enge Verwandtschaftsbeziehungen hätten. Offenbar erfüllt keiner der Gefangenen auf der US-Liste diese Bedingungen. Nicht ausreichend für eine Aufnahme sei die bloße Tatsache, dass es in deutschen Städten wie etwa in München eine größere Uiguren-Gemeinde gebe. Denn nach diesem Kriterium könnten viele Menschen auf der Welt darum bitten, in Deutschland leben zu dürfen.
Sollte sich die Bundesregierung tatsächlich dazu entschließen, die Männer aufzunehmen, drohen diplomatische Spannungen mit China. Die Regierung in Peking hat mehrmals bekräftigt, dass sie ihre Staatsbürger selbst zurücknehmen möchte; die Uiguren, ein Turkvolk, sind in China eine Minderheit. Die USA befürchten allerdings, dass den Ex-Insassen Guantanamos in China Misshandlungen drohen könnten.
Treffen im Auswärtigen Amt
Die US-Anwälte von Guantanamo-Insassen sowie Amnesty International und Human Rights Watch hatten sich zuletzt in Washington und Berlin für andere Gefangene eingesetzt. Bei einem Treffen im November im Auswärtigen Amt, bei dem auch Vertreter des Innenministeriums anwesend waren, hatten die Organisationen die Fälle von fünf Gefangenen vorgestellt, darunter ein staatenloser Palästinenser, ein Russe sowie drei Syrer. Alle hätten den Wunsch geäußert, in Deutschland zu leben, hieß es.
In Regierungskreisen hieß es damals, diese Gefangenen seien aus deutscher Sicht leichter aufzunehmen, da es in diesem Fall nicht zu Verwerfungen mit Peking kommen würde. Ferdinand Muggenthaler vom Berliner Amnesty-Büro erklärte am Donnerstag auf Anfrage: "Man sollte nicht vergessen, dass es in Guantanamo noch andere Gefangene gibt außer den Uiguren".
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(SZ vom 08.05.2009/mikö)
Kanzlerin Merkel und die Macht
Da die Uiguren sich nur in Pakistan verlaufen haben beim Pilzesammeln, das ist schließlich auch Rotkäppchen so ergangen und China sie bestrafen will, weil erst mal chinesische Pilze zu sammeln sind, sollten wir grundsätzlich alle Uiguren aufnehmen. Frau Claudia Roth und einige andere Grüne haben doch sicherlich noch Platz. Außerdem bringen sie dann Wählerstimmen.
auch noch einige Uiguren aufznehmen.
Wir haben genug zu tun mit Leuten , welche nie einen Cent in die versicherungssysteme eingezahlt haben, daraus aber grosszügig bedient werden.
Es wird Zeit, dass wir Politiker haben, die sich für Interessen und Bedürfnisse ihrer eigenen Bürger und Steuerzahler kümmern, als sich für das Wohl der Welt engagieren möchten.
Politiker sein heist nicht, maria theresia übertreffen zu wollen.
... wie die herzige US-Regierung
1. die deutsche regierung vorführt und in den Zwiespalt zwischen Marktinteressen mit China und eigenem Menschenrechtsgehabe bringt
b) die Chinesen düiert
c) darüber hinwegspielt, dass s die USA selbst sind, die seit Jahren schlicht den Schlüssel der Gefängnistüren hätten drehen müssen, Jetzt, jede Sekunde, werdn also Unschuldige noch gefngengehalten. Oder sie sind eben doch terroristen. dann aber ist ihnen der Prozes zu machen oder sie sind an China auszuliefern. Um diese fragen schiffen die Amis rum - und die deutschen, auch hier im Forum, machen das Spiel schön mit.
Guantanamo haben sich die Amis selbst eingebrockt - sollen sie es auch auslöffeln. Wie kommen wir dazu, terrorverdächtige Chinesen aufzunehmen? Wenn hier jeder reindarf, der den Wunsch äußert, in Deutschland leben zu wollen, dann hat die Einwohnerzahl der Bundesrepublik absehbar bald die Milliardengrenze überschritten. Dass die notorischen Gutmenschen jetzt von der besonderen Verantwortung Deutschlands faseln, ist blanker Unsinn. Wir haben weder Verantwortung für chinesische Islamisten noch für amerikanische Folterlager.
wen wir im Herbst nicht wählen! Es ist wirklich ein Armutszeugnis, daß unser großartiger Außenminister es nicht schafft, mit China trotz Uiguren und trotz Dalai Lama diplomatisch Schritt zu halten.
Ja, man muß sich schämen, wenn die Humanität dem schnöden Mammon gepfert wird.
Paging