Grüne Woche Friedrichs Fleisch ist jetzt Gemüse

Radi? Pastinake? Minister Friedrich auf der Grünen Woche.

Die NSA-Affäre? Fand Hans-Peter Friedrich als Innenminister gar nicht so wichtig. In seinem neuen Job scheint er angekommen zu sein. Wie ist sonst die Hingabe zu erklären, die der Landwirtschaftsminister auf der Grünen Woche zeigt? Geben wir dem Mann eine Chance.

Von Michael König

Was haben wir uns geärgert. Darüber, dass ...

Sogar Horst Seehofer, Vorsitzender der CSU und damit quasi Friedrichs Chef, soll nicht sonderlich amused gewesen sein. Trotzdem hat er ihn wieder zum Minister gemacht. Friedrich ist jetzt Herr über das Landwirtschafts- und Ernährungsministerium. Als solcher eröffnet er gerade die Grüne Woche in Berlin. Und er scheint es wirklich zu lieben.

Brokkoli, Wirsing und ... Mangold?

Als Innenminister hat man Friedrich selten so gesehen. Es hieß stets, er habe den Job nicht machen wollen. Jetzt verkündete er, er fühle sich "sauwohl". Es sieht ganz danach aus. In Umkehrung des Bestsellers "Fleisch ist sein Gemüse" von Heinz Strunk ist Gemüse jetzt Friedrichs Fleisch.

Tierschutz? Gute Laune! Friedrich mit dem Präsidenten des Deutschen Tierschutzbunds, Thomas Schröder.

Nicht mal Ilse Aigner brachte so viel Begeisterung auf. Ihre Miene auf der Grünen Woche 2011 ließ beispielsweise eher eine Magenverstimmung erahnen.

Lecker? Ilse Aigner isst mit Stäbchen.

Sicher, Friedrich hat politisch noch nichts bewirkt. In der Genmais-Debatte steht ihm eine erste Prüfung bevor. Aber sieht er nicht überzeugend aus, wie er da Marmelade kocht?

Klicken Sie auf das Foto, um den Kochtopf zu sehen.

Geben wir dem Mann eine Chance. Womöglich hat er seine Rolle gefunden. Seine innere Mitte, sich selbst. Der Nachrichtenagentur dpa erzählte Friedrich, er habe Kühe gern. "Weil mir ihre Gelassenheit und Beschaulichkeit, wenn sie da auf der Weide stehen, zeigen: In der Ruhe liegt die Kraft."

Sieht aus wie Parmesan, ist angeblich "eine mit Honig bestrichene Waffel". Sagt die Bildagentur.

Und das mit den Supergrundrechten, das macht ja jetzt wieder Thomas de Maizière.

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