Die überwiegende Mehrheit der Briten wünscht ein Referendum über die EU-Reform. Doch das ist nicht das größte Problem von Premier Brown.
Für Gordon Brown war das Lissabonner Treffen ein Ausflug in die Welt europäischer Gipfeldiplomatie. Großbritanniens rote Linien im Vertrag waren bereits von seinem Vorgänger Tony Blair festgeschrieben worden. Niemand hätte es gewagt, sie zu verschieben.
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Augen zu und durch: Nach dem EU-Gipfel in Lissabon beginnt für Gordon Brown die Arbeit erst. (© Foto: AP)
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Der Regierungschef konnte also entspannt auf seine EU-Premiere anstoßen. Doch die Arbeit für ihn beginnt erst. Er muss nun einer skeptisch bis feindselig eingestellten Öffentlichkeit den Vertrag verkaufen.
Dabei droht nicht einmal so sehr die Gefahr, dass ihm ein Referendum aufgezwungen wird. Obwohl laut Umfragen 80 Prozent der Briten das im Wahlkampf 2005 von Labour gegebene Versprechen eingelöst sehen und befragt werden wollen, sind Presse-Kampagnen für eine Volksbefragung nicht vorangekommen.
Kritischer ist die Lage im Unterhaus, das nach Browns Planung binnen drei Monaten den Vertrag ratifizieren soll.
Abgesehen von den Konservativen wollen auch bis zu 100 Labour-Abgeordnete den Vertrag ablehnen. Darunter befinden sich ausgewiesene Pro-Europäer wie die deutschstämmige Gisela Stuart. Ihnen geht es um die Glaubwürdigkeit der Regierung. Wenn Labour den Wählern nicht traut, formulierte es Stuart, wie können die Wähler Labour trauen?
Euro-Kritiker richten ihre Hoffnungen auch auf Irland, wo die Verfassung ein Referendum vorschreibt. Regierungschef Bertie Ahern hat dabei drei Probleme: Er braucht eine große Beteiligung, muss seinen euro-skeptischen grünen Koalitionspartner zum Schweigen verdonnern, und hoffen, dass die Wähler das Referendum nicht dafür nutzen, ihm selbst einen Denkzettel zu verpassen.
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(SZ vom 20.10.2007)
Es ist der britische Sinn für Fairness, dem dieses immer undemokratischere Projekt einer abgehobenen Elite zuwider ist. Meinen Respekt dafür haben sie schon lange, spätestens aber seit Schröder für Chirac glücklich die "Plafondierung" der EU-Agrarausgaben verkündete und Rasmussen das Mikro anließ.
Wie sollte man auch in Ländern, die keine Volksabstimmung kennen bzw. wo diese das Papier nicht wert sind, auf dem abgestimmt wird wie im aktuell Fall der Hamburger Krankenhäuser, diese vermissen?
Ein Referendum fürchtet nicht nur Brown. Referenden der Völker in Europa würden die neue Konstruktion ebenso wegfegen wie den ersten Versuch. Es ist das Konstrukt das die Bürger mißtrauisch macht. Offene Scheunentore für die Großunternehmen - Sozialabbruch für die Völker. Dazu aggressive Militärpolitik unter dem Dirigentenstab der USA.
.....haende weg von den briten, bitte.......ohne sie waere die eu nur ein
"kaffee-kraenzchen"......ganz nach dem geschmack der deutschen.
Seit 20 Jahren lügt vor allem die Murdoch-Presse die Briten an, dass die EU Teufelszeug sei. Langsam glauben es die Leute. Steter Tropfen höhlt den Stein. Dagegen etwas zu tun ist schwierig, denn auch wenn jemand systematisch verzerrt und Halbwahrheiten erzählt, kann man ihn deshalb nicht verklagen - Freie Meinungsäußerung oblige.
... diese Individualisten und geborenen US-Dackel auf's Abstellgleis zu schieben !
Zumindest für eine angemessene Bewährungsfrist ...
Paging