Die Mehrheit für das Hilfspaket steht - dennoch war die Abstimmung zu Griechenland eine bemerkenswerte Niederlage für die Kanzlerin.
Jetzt noch mal der Reihe nach: Der Bundestag hat der Hilfe für Griechenland zugestimmt. Das ist das wichtigste Ergebnis dieser aufgeregten Woche - und es stand nie in Zweifel. Auf die Opposition kam es nicht an, nur auf die Koalition. Hätte Union und FDP eine eigene Mehrheit gefehlt, wäre die Regierung am Ende gewesen. Noch der kritischste Abgeordnete fühlt sich aber an der Macht wohler als anderswo. Das ist bei Schwarz-Gelb seit sieben Monaten nicht anders als es bei Rot-Grün sieben Jahre lang war.
Die breite Mehrheit fehlt ihr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (© Foto: AP)
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Nicht ganz so wichtig, aber doch bemerkenswert ist die innenpolitische Niederlage der Kanzlerin. Angela Merkel wollte eine breite Mehrheit im Parlament - sei es als europapolitisches Signal, sei es, um andere in Mithaftung zu nehmen, sei es wegen der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.
Sie hat diese breite Mehrheit aber nicht bekommen. Angela Merkel ist spät gescheitert, hat das aber früh geahnt. Und sie hat es geschafft, dass das Ringen um eine breite Mehrheit nur noch als Gezerre zwischen SPD und FDP wahrgenommen wurde. Frei nach dem Struwwelpeter galt: Nur Frau Merkel blicket stumm von ihrem Kanzlerstuhl im Saal herum.
Guido Westerwelle, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier haben sich zu Bütteln dieser Merkelschen Selbstimmunisierung degradieren lassen. Je nach Interpretation steht nun entweder die SPD gelackmeiert da, weil sie es mit ihrer Enthaltung angeblich an europäischer Solidarität hat fehlen lassen - oder die FDP, weil es ihr angeblich am Willen fehlte, die böse Finanzbranche mit einer zweifelhaften Steuer an die Kette zu legen.
Nur die Kanzlerin soll schuldlos sein, obwohl sie die Streitenden nicht zusammenführen konnte? Inszeniert hat Merkel die gute Absicht, kaschiert hat sie die fehlenden Taten. Nichts riskiert, nichts gewonnen, macht nichts.
Eine Bilanz der Krisenkanzlerin steht noch aus: Dass Merkels Griechenland-Strategie die Hilfe teurer gemacht hat, wie es die Opposition behauptet, lässt sich nicht beweisen. Ob der verschärfte Sparkurs, den Merkel erzwang, in Griechenland womöglich kontraproduktiv wirkt, muss man abwarten. Eines aber steht fest: Merkel führt in der Krise ein Kabinett, in dem zwei Leute selten das Gleiche sagen; in dem ein politisches Schwergewicht wie Wolfgang Schäuble sich von den Banken mit lächerlichen Zusagen veräppeln lässt; in dem ein politisches Leichtgewicht wie Rainer Brüderle hier schweigt, aber in Brasilien plappert. Und was folgt daraus?
Diese Woche hat wieder gezeigt, warum Merkel da ist, wo sie ist. Sie hat sich selbst in mehreren Auftritten verteidigt - und den Rest einfach laufen lassen. Diese Woche hat auch einen Eindruck von dem vermittelt, was von Montag an geschieht, wenn die Kanzlerin im Bundesrat keine schwarz-gelbe Mehrheit mehr hat. Dann ist das Muster dieser Woche der Dauerzustand - und Merkel so stark, wie jene schwach sind, die sich von ihr gegeneinander ausspielen lassen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 8.5.2010/wolf)
Müll an der Isar
Die Uckermark-Perle ist abgestürzt in der Wählergunst, von roundabout 70 auf 48 %. Ihr Tacktieren, das Lavieren und das Nichtregieren, das Abwarten hin zur NRW-Wahl haben ihr insgesamt nicht gut getan. Die Bürger merken, Merkel kann es nicht. Sie unterstellt das Regieren dem eigenen Willemöglichst lange im Kanzleramt bleiben zu können. Führung oder Wahrnehmung der von der verfassung gegebenen Richtlinienkompetenz = Fehlanzeige. Frau Merkel taucht ab, wo sie Ungemach befürchtet. Ihre Regierung, in sich zerstritten, will nur über die nächste Hürde am Sonntag kommen, die Bundesratsmehrheit sichern und dann den Menschen die unagenehmen Wahrheiten ihrer verbleibenden Regierungszeit präsentieren. Und uns natürlich dazu die entsprechenden Rechnungen. Dass sie Westerwelle nicht auf den Kurs bringen konnte, sich der berechtigtigten SPD-Forderung zu nähern, spricht Bände. Sie hat keine Führungsqualitäten und schaut dem eigenen Manko hilflos zu. Im In-und Ausland hat Deutschland und vor allem die deutsche Kanzlerin an Ansehen verloren. Frau Merkel kann es ablesen an den neusten Umfragen zu ihrer Popularität. Wenn jetzt am Sonntag NRW für die CDU/F.d.P. verloren geht, wird das Messerwetzen in der CDU beginnen. Merkel ahnt Böses.
EUROPA wird durch US/GB übernommen: nun vollends.
cc.
Es wird den Vasallen in Europa die Macht genommen: eine vorsätzlich herbeigeführte "Unfähigkeit" ist Teil des MASTER-Plans. Mittels Hinterlist lassen sich ganze Weltreiche gründen.
Die Destabilisierung Europas gelang über einen Trick: die US-Notenbank, die Ratingagenturen, die Hedgefonds etc. allesamt US/GB und damit imperialistisch aufgestellt.
ca-canaris cc.
Mag sein das einige das als Niederlage sehen,Frage wie haette sie frueher Helfen koennen ? Das sieht von aussen sehr leicht aus,ist es aber nicht. Das Ausmass der Finanzkriese hatte noch nicht einmal die neue Grieische Regierung erkannt,selbst die wurde von den Ereignissen Ueberrollt. Einfach Geld hinterher werfen wie gehabt geht nicht,es wuerde morgen noch mehr kosten. Auch die Absage der SPD,wird dieser Partei auf dauer schaden. Die von ihr vorgeschlagene Besteuerung bring mehr schaden als Nutzen. Selbst der vielgescholltene IWF will eine andere Besteuerung der Banken haben,wer glaubte das noch vor kurzer Zeit. Die Griechische Kriese wird uns noch eine Weile beschaeftigen,ob wir wollen oder nicht.
"Diese Woche hat auch einen Eindruck von dem vermittelt, was von Montag an geschieht, wenn die Kanzlerin im Bundesrat keine schwarz-gelbe Mehrheit mehr hat. Dann ist das Muster dieser Woche der Dauerzustand - und Merkel so stark, wie jene schwach sind, die sich von ihr gegeneinander ausspielen lassen."
Zu den jetzigen Leichtmatrosen in der Regierung mauscheln dann noch die Dilettanten von der SPD mit. Tolle Aussichten.
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